Das ist sie also, die Holzbank am Busbahnhof von Heinsberg, auf der der mutmaßliche Mörder seine Tage verbracht haben soll. Ein angebissener Döner liegt darauf, Graffiti von Mönchengladbach-Ultras säumen die Glasscheibe dahinter, es riecht nach Urin.
Auf dieser Sitzbank im tiefen Westen der Republik traf sich der arbeitslose Alexander A. oft mit seinem besten Freund. Hier löste der Ukrainer seine Hausaufgaben für die Sprachschule, trank Bier und kiffte, erzählen Bekannte. Bis zu einem Nachmittag vor wenigen Wochen. An einem Mittwoch Ende Februar tauchten plötzlich Vermummte auf, als A. seinen Wagen gerade geparkt und den Busbahnhof betreten hatte. Nur wenige Meter von seiner Stamm-Bank entfernt zogen sie ihm eine Augenbinde über den Kopf, drückten ihn zu Boden und fesselten ihn mit Kabelbindern.