Den Bürgermeister von Gemünd an der Our erreicht man am besten per WhatsApp. Dazu muss Guy Thies allerdings zu Hause im WLAN sein. Oder nicht in Gemünd an der Our. Denn die kleine Gemeinde in der rheinland-pfälzischen Westeifel hat kaum Handyempfang. Dafür eine mehr als 400 Jahre alte Kirche, Campingplätze inmitten von dichten Wäldern und klaren Flüssen sowie eine Brücke, die nach Luxemburg führt. Was ein Teil des Problems ist, weil die Grenze den Netzausbau erschwert. Dazu später mehr.
Gleichzeitig ist das Nachbarland derzeit noch Teil der Lösung, allerdings einer schlechten: Die meisten Menschen nutzten das Luxemburger Mobilnetz, um
zu telefonieren, sagt Ortsbürgermeister Thies. Aber nicht mal Notrufe seien in Gemünd
zuverlässig möglich. „Es kommt vor, dass man sich dafür erst vom Ort des
Geschehens entfernen muss.“ Beim mobilen Internet sei es
„noch schlimmer“, sagt Thies. „Sogar mit Luxemburger Netz.“