Die private Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat im zentralen Mittelmeer mehr als 100 Menschen aus Seenot gerettet. Demnach nahm das Team des Rettungsschiffs Geo Barents in der Nacht vor der Küste Libyens knapp 120 Menschen an Bord. Es ist bereits der fünfte Einsatz der Crew innerhalb weniger Tage.
Der Organisation zufolge befinden sich nun etwas mehr als 290 gerettete Menschen auf der Geo Barents. Viele von ihnen sind minderjährig. Die Menschen seien erschöpft, einige hätten Verletzungen, teilte Ärzte ohne Grenzen mit.
Migranten brechen oft von der Küste des Bürgerkriegslandes Libyen in kleinen, nicht seetauglichen Booten auf, um die EU über das Mittelmeer zu erreichen. Immer wieder geraten sie dabei in Seenot, etliche Menschen starben.
Private Organisationen operieren regelmäßig im zentralen Mittelmeer, um die Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Oft erhalten sie nach längerem Warten einen sicheren Hafen in Italien, um die Menschen dort an Land zu bringen.
Einen weiteren Vorfall meldet die deutsche Organisation Resqship. Demnach habe man am Sonntagnachmittag ein orientierungsloses Boot entdeckt und in die italienische Such- und Rettungszone begleitet. 65 Menschen konnten so gerettet werden.