Minsker Abkommen: Wenn Putins Frieden eine Falle ist

Es war ein Plan, um den lange gerungen wurde. Ein regelrechter Nervenkrieg, vor allem für die Ukrainer. Immer wieder stürmte der ukrainische Präsident aus den Verhandlungen, um sich über die Lage an der Front berichten zu lassen.

Allein: Sie wurde immer misslicher.

Am nächsten Morgen die Erlösung: Man hatte sich auf ein Abkommen geeinigt. „13 Punkte für den Frieden“, titelte die FAZ. Erleichterung, Aufatmen, aber auch Skepsis. Und dennoch: Der große Krieg in Europa, er schien vorerst abgewendet.

Mehr als zehn Jahre sind seit diesem 12. Februar 2015 vergangen, an dem in der belarussischen Hauptstadt Minsk ein Abkommen geschlossen wurde, das damals schon den russischen Krieg gegen die Ukraine beenden sollte. Aber als Politiker, Analysten und Medien noch dabei waren, die einzelnen Punkte zu sortieren, wurde der erste Punkt der Vereinbarung schon gebrochen: Die Waffen schwiegen nicht. Zwar ließen die Kämpfe nach, aber die Artillerie donnerte noch immer in der Ferne weiter. Ich kann das bezeugen. Ich war damals vor Ort.

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