Minneapolis: Untersuchungsbericht im Fall Alex Pretti setzt Regierung unter Druck

Der erste offizielle Untersuchungsbericht zu den tödlichen Schüssen auf Alex Pretti
in Minneapolis weckt Zweifel an der Darstellung, es habe sich um Notwehr gehandelt. In
dem vorläufigen Untersuchungsbericht, den die Grenzschutzbehörde CBP per
E-Mail an Mitglieder des US-Parlaments schickte, ist laut US-Medien
keine Rede davon, dass Pretti nach seiner
Waffe gegriffen habe. 

Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte kurz nach den Schüssen am Samstag von legitimer Selbstverteidigung der
Einsatzkräfte gesprochen, weil Pretti eine Waffe in der Hand gehabt und die Beamten damit in eine bedrohliche
Lage gebracht habe. Videos der Szene decken sich jedoch nicht mit dieser
Darstellung.

Auch in dem Untersuchungsbericht – der sich unter
anderem auf die Auswertung von Körperkameras der Beamten stützt – wird die Situation anders dargestellt. In dem Bericht heißt es der Nachrichtenagentur AP zufolge lediglich, Beamte hätten am vergangenen Samstag versucht, Pretti
festzunehmen, doch habe er sich gewehrt, was zu einem Gerangel geführt
habe. Währenddessen habe ein Grenzschutzagent mehrmals gerufen: „Er hat
eine Waffe!“.

Dem Bericht zufolge wurden die tödlichen Schüsse auf Alex Pretti durch zwei Bundesbeamte abgegeben. Ein CBP-Beamter sowie ein Beamter der Border Patrol hätten mit Glock-Pistolen auf Pretti geschossen, heißt es in dem Bericht. Die Border Patrol ist Teil der CBP, die wiederum dem Heimatschutzministerium unterstellt ist.

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