Der russische Inlandsgeheimdienst FSB bewertet den in Russland weit verbreiteten Messengerdienst Telegram als Sicherheitsrisiko. Es gebe „zuverlässige Informationen darüber, dass die Streitkräfte und
Geheimdienste der Ukraine in der Lage sind, innerhalb kürzester Zeit
Informationen aus dem Messengerdienst Telegram abzurufen und für
militärische Zwecke zu nutzen“, teilte der FSB mit. Durch die Nutzung des Messengers an der Front habe das russische Militär wiederholt das Leben von Soldaten gefährdet.
Zuletzt hatte die russische Telekommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor Telegram gedrosselt. Der neue Vorstoß des FSB schürt in Russland weiter Befürchtungen, wonach das beliebte soziale Netzwerk in dem Land bald abgeschaltet
werden könnte. Roskomnadsor wirft dem Messengerdienst vor, sich nicht an russische
Gesetze zu halten und verbotene Inhalte nicht zu löschen.
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