Melania Trump: Heuchelei-Kritik an Rede vor Sicherheitsrat


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Melania Trump hielt vor dem UN-Sicherheitsrat eine Rede über Kinderrechte. Vor dem Hintergrund des Kriegs im Iran sorgte dies für Kritik.

Als erste First Lady überhaupt hat Melania Trump (55) eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats geleitet. Am Montag trat die Frau von US-Präsident Donald Trump (79) in New York in einem grauen Kostüm und High Heels vor das Gremium. Die USA haben im März die monatlich nach einem festen Turnus wechselnde Präsidentschaft des Sicherheitsrates übernommen. Normalerweise führen UN-Botschafter oder Regierungsvertreter des jeweiligen Landes durch die Treffen.

Melania Trump sprach vor dem Sicherheitsrat über Kinderrechte, Technologie und die Rolle von Bildung in Konfliktsituationen. „Anhaltender Frieden wird erreicht werden, wenn in allen Gesellschaften Wissen und Verständigung vollständig wertgeschätzt werden“, sagte sie laut Medienberichten. „Ich bitte Sie, eine Generation von zukünftigen Anführern aufzubauen, die Frieden durch Bildung unterstützen“, appellierte das ehemalige Model.

Melania Trump, deren Gatte die UN oft genug dafür kritisiert hatte, die USA finanziell auszunutzen, zeigte sich versöhnlich. Sie bedankte sich bei den anderen Mitgliedsländern des Sicherheitsrates, sie willkommen geheißen zu haben. „Ihre Mission, Sicherheit aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Verpflichtung, Konflikten vorzubeugen, sowohl in Zeiten des Krieges als auch im Frieden, ist bedeutend, muss gleichmäßig ausgeführt werden und sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden“, sagte sie.

Kritik aus dem Iran

Die USA setzten sich für Kinder in aller Welt ein, versprach Melania Trump in der Ansprache, deren Thema vor dem Ausbruch des aktuellen Krieges im Nahen Osten festgelegt worden war. „Ich hoffe, dass ihr bald Frieden haben werdet“, rief die gebürtige Slowenin. Kritik rief der Auftritt hervor, weil die Rede kurz nach einem gemeinsamen Angriff Israels und der USA auf Ziele im Iran gehalten wurde.

Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani nannte den Fokus der Rede auf Kinderrechte seitens der USA „zutiefst beschämend und heuchlerisch“. Er warf den Vereinigten Staaten und Israel vor, für den Angriff auf eine Mädchenschule verantwortlich zu sein. „165 Schülerinnen“ sollen dabei laut Iravani ums Leben gekommen sein.

Nachdem sich Melania Trump in der Öffentlichkeit zunächst eher zurückhaltend präsentiert hat, geht sie nun vermehrt in die Offensive. Vor ihrer Rede startete bei Amazon die Doku „Melania“ über ihr Leben als First Lady.

SpotOnNews

Source: stern.de