Mehrere Tote wohnhaft bei Versuch, US-Konsulat in Pakistan zu stürmen

Stand: 01.03.2026 • 11:13 Uhr

Demonstranten haben versucht, das US-Konsulat in der pakistanischen Millionenstadt Karatschi zu stürmen. Dabei sind nach Angaben der Polizei mehrere Menschen ums Leben gekommen. Auslöser der Proteste war die Tötung Chameneis.

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei sind bei Protesten am US-Konsulat in der pakistanischen Millionenstadt Karatschi mehrere Demonstranten ums Leben gekommen. Das Zivilkrankenhaus in Karatschi sprach von neun Toten, die Zahl der Opfer könnte aber noch steigen. Mehr als 25 Menschen, die bei den Zusammenstößen verletzt worden waren, würden behandelt.

Aufnahmen in Netz zeigen, wie Demonstranten und Einsatzkräfte vor dem US-Konsulat aneinander geraten. Hunderte Demonstranten hatten nach Angaben der Polizei versucht, das Gebäude zu stürmen. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein, um die Menschenmenge auseinander zu treiben.

Auslöser der Proteste waren Berichte über den Tod des obersten Führers des Iran, Chamenei. Die Demonstranten seien zurückgedrängt worden, sagte ein Sprecher der örtlichen Regierung. Die Situation sei unter Kontrolle.

Augenzeugen berichteten von Schüssen, Videoaufnahmen zeigten brennende Fahrzeuge vor dem Haupttor des Konsulats.

Proteste auch in anderen Städten

Auch in anderen Teilen Pakistans kam es zu Protesten. Demonstranten setzten nach Angaben eines lokalen Regierungssprechers ein Bürogebäude der Vereinten Nationen in der nördlichen Stadt Skardu in Brand. Auch in der Stadt Lahore versammelten sich Hunderte Demonstranten vor dem US-Konsulat. Berichte über Gewalt gab es dort nicht.

Nach Angaben der Polizei der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sperrten die Behörden angesichts möglicher Proteste alle Zufahrtsstraßen zur sogenannten Roten Zone, dem gesicherten Bereich, in dem sich ausländische Botschaften und der Regierungssitz befinden.

Mit Informationen von Franziska Amler, ARD-Studio Neu-Delhi.

Source: tagesschau.de