Mehr qua 20 Geschäftsführer-Calls pro Woche – so hole ich aus jedem Business-Termin dasjenige Maximum raus

Jason Modemann spricht jede Woche mit einer Vielzahl an CEOs. Nicht für jeden Call muss man perfekt vorbereitet sein, sagt er. Viel wichtiger seien diese drei Dinge:

Mawave-Gründer Jason Modemann schreibt bei Gründerszene über seinen Alltag als Unternehmer.
Mawave / Logo: Gründerszene

Wenn Jason Modemann, Gründer und CEO von Mawave, in Terminen mit anderen CEOs sitzt, will er möglichst das volle Potenzial daraus nutzen. Wie er das mit geschickter Gesprächsführung schafft.

Ich spreche jede Woche mit einer Vielzahl an Geschäftsführern, Gründern und potenziellen Geschäftspartnern. Allein in der vergangenen Woche waren es über 20 Termine. Das sind Gespräche, in denen es um Zusammenarbeit, Entscheidungen und oft auch um echte Chancen geht.

Für mich ist deshalb klar: Wenn ich schon in so einem Termin sitze, dann will ich das Maximum rausholen. Und ich habe gemerkt: Der Unterschied liegt fast immer darin, wie man in das Gespräch reingeht.

Für mich sind vor allem drei Dinge entscheidend:

1. Nicht bei null starten

Für mich ist es eine absolute Frage des Respekts, nur in einen Termin zu gehen, wenn ich auch darauf vorbereitet bin – zumindest ein bisschen. Da mein Kalender vollgepackt ist, habe ich allerdings meistens keine Zeit für eine lange Vorbereitung auf einzelne Gespräche. Aber zwei bis drei Minuten gehen immer.

Kurz vor dem Termin schaue ich deshalb kurz auf Linkedin: Wer ist die Person? Was macht sie gerade? Wo kommt sie her? Zusätzlich checke ich ein, zwei aktuelle Posts, um zu verstehen, was sie beschäftigt. Und wenn ich noch eine Minute habe, google ich nach Interviews oder Presseartikeln. 

Gleichzeitig mache ich mir kurz klar, in welchem Kontext wir überhaupt sprechen:

  • Was ist das für ein Unternehmen?
  • Was machen sie konkret?
  • Und vor allem: Warum sprechen wir gerade miteinander?
  • Geht es um einen Austausch, eine potenzielle Zusammenarbeit oder eine konkrete Entscheidung?

So starte ich nicht bei null und weiß direkt, wo ich ansetzen kann. Außerdem verliert man dann im Gespräch nicht die ersten Minuten mit blöden Rückfragen, die man sich hätte sparen können.

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2. Ownership übernehmen

Damit das Gespräch in die richtige Richtung läuft und wir uns nicht im Smalltalk oder unwichtigen Themen verzetteln, versuche ich, als Organisator des Termins diesen auch aktiv zu führen und eine Agenda festzulegen. Bedeutet:

  • Am Anfang einmal kurz klären, warum sind wir hier?
  • Was soll heute dabei herauskommen?

Und dann während des Gesprächs auch mal steuern, wenn man merkt, dass es sich verläuft.

3. Ergebnis definieren

Der größte Fehler: Man versteht sich gut, hat ein paar spannende Gedanken ausgetauscht … und danach passiert nichts. Für mich ist deshalb entscheidend: Am Ende muss klar sein, was als Nächstes passiert.

  • Gibt es ein Follow-up?
  • Wer meldet sich bei wem?
  • Oder ist es einfach nur ein Austausch gewesen?

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Oft sind es genau diese Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Du brauchst keine perfekte Vorbereitung. Aber du brauchst ein klares Ziel, Ownership und den Anspruch, die Zeit des anderen und deine eigene nicht zu verschwenden.

Jason Modemann ist Gründer und Geschäftsführer von der Social Media Agentur Mawave Marketing. Mit 27 Jahren führt er rund 150 Mitarbeiter. Zu Mawaves Kunden zählen unter anderem Red Bull, Nike und Lidl. Zudem ist er Autor des Buches „Always hungry, never greedy.“

Source: businessinsider.de