Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:
01:09 Uhr – Mindestens zwölf Tote bei israelischem Luftangriff im Südlibanon
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Gesundheitszentrum in Burdsch Kalawija im Südlibanon sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Mitarbeiter getötet worden, wie das libanesische Gesundheitsministerium erklärte. Bei den Toten handele es sich um „zwölf Ärzte, Sanitäter und Krankenschwestern“. Ein weiterer Gesundheitsmitarbeiter wurde demnach verletzt. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.
Dem Gesundheitsministerium zufolge handelte es sich um „den zweiten Angriff auf den Gesundheitssektor binnen weniger Stunden“. Zuvor hatte es demnach bereits einen Angriff in Sawaneh gegeben. Dabei sollen zwei Sanitäter der proiranischen Hisbollah und der mit ihr verbündeten Amal-Gruppierung getötet worden sein.
01:03 Uhr – Stadtteile von Doha evakuiert
Die Behörden in Katar evakuieren Augenzeugen zufolge Teile der Hauptstadt Doha. Betroffen sind unter anderem das Msheireb-Viertel, in dem sich Regierungsgebäude und ein Büro von Google befinden, sowie die sogenannte Education City mit Ablegern von sechs US-Universitäten. Das katarische Innenministerium hatte zuvor mitgeteilt, eine Reihe bestimmter Gebiete würde als „vorübergehende Vorsichtsmaßnahme“ evakuiert, ohne Details zu nennen.
00:33 Uhr – Trump: US-Angriffe auf militärische Ziele auf iranischer Öl-Insel Kharg
Die US-Armee hat nach den Worten von Präsident Trump die iranische Öl-Insel Kharg mit massiven Angriffen überzogen. Das Central Command habe „einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt“, erklärte Trump auf der Online-Plattform Truth Social. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando habe „jedes militärische Ziel auf dem Kronjuwel des Iran, der Insel Kharg, vollständig ausradiert“.
Die Insel Kharg liegt im Persischen Golf. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt. Trump erklärte, er habe sich „dafür entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören“. „Sollte jedoch der Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu stören, werde ich dies sofort überdenken.“
00:02 Uhr – Explosionen in Doha
In Katars Hauptstadt Doha sind Explosionen zu hören. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass Abfangjäger über dem Stadtzentrum von Doha zwei Geschosse abgewehrt hätten.
Freitag, 13. März
23:45 Uhr – Iran startet neuen Raketenangriff auf Israel
Der Iran hat eine weitere Angriffswelle mit ballistischen Raketen auf Israel gestartet. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben Hinweise auf Trümmerteile, die im Süden Israels gelandet seien.
23:00 Uhr – Selenskyj trifft erneut iranischen Schah-Sohn
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf erneut den iranischen Schah-Sohn und Oppositionsvertreter Reza Pahlavi. Selenskyj schrieb nach dem Treffen im Onlinedienst X, die Ukraine wünsche sich „einen freien Iran“, der „nicht mit Russland kooperieren wird“. Es sei wichtig, dass die Führung der Islamischen Republik „keinen Nutzen“ aus dem Iran-Krieg ziehe und das iranische Volk sein Schicksal selbst bestimmen könne.
22:30 Uhr – Bericht: Trump lehnt Putins Uran-Vorschlag für Iran ab
US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge einen Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin abgelehnt, angereichertes Uran aus dem Iran nach Russland zu transferieren. Dies sei Teil eines Plans gewesen, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu beenden, berichtet das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf Insider. Putin habe die Idee in einem Telefonat in dieser Woche ins Spiel gebracht. Eine Stellungnahme der genannten Staaten liegt zunächst nicht vor.
21:35 Uhr – USA senden laut Medienberichten weitere Soldaten und Schiffe nach Nahost
Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen nach Nahost. Das zuvor in Japan stationierte amphibische Angriffsschiff „USS Tripoli“ sei samt Marine-Infanteristen auf dem Weg dorthin, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Beamte. Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten dadurch Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge des Typs F-35, schreibt das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten.
Demnach geht die Aufstockung auf eine Anfrage des für die Region zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom) zurück, die auf mehr militärische Optionen im Krieg mit dem Iran abzielt. Die Marine-Infanteristen wären laut „Axios“ in der Lage, falls gewollt Bodeneinsätze durchzuführen.
21:13 Uhr – Hisbollah-Chef: „Aufgeben ist keine Option“
Hisbollah-Chef Naim Kassim hat anlässlich der Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz erneut die anhaltende Kampfbereitschaft seiner Organisation bekräftigt. „Das Wort „Kapitulation“ steht nicht in unserem Wörterbuch“, sagte er in einer Fernsehansprache. „Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert.“
Die Hisbollah ist eng mit der Führung des Irans verbündet. Seit der Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei zu Beginn des jüngsten Nahost-Kriegs vor zwei Wochen schießt sie Raketen auf Israel ab. Der jüdische Staat hat wiederum seine Angriffe auf Ziele der Schiitenmiliz im Libanon intensiviert. Laut der WHO sind seitdem auf der libanesischen Seite 634 Todesopfer und mehr als 1.586 Verletzte gemeldet worden.
19:57 Uhr – Trump will Krieg beenden, „wenn ich es in meinen Knochen spüre“
US-Präsident Donald Trump und Vertreter seiner Regierung haben immer wieder unterschiedliche Angaben darüber gemacht, wie lange der Krieg gegen den Iran dauern könnte. In einem Interview des Senders Fox News Radio sagte er auf die Frage, wann der Krieg vorbei sein würde: „Wenn ich es spüre – wenn ich es in meinen Knochen spüre.“
19:29 Uhr – Mann wegen mutmaßlicher Bereitstellung von Starlink-Internet im Iran festgenommen
Im Iran ist einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Isna zufolge ein Mann festgenommen worden, weil er Menschen Internetzugänge über das Satelliten-Netzwerk Starlink verkauft haben soll. Der 37-Jährige habe „ein Netzwerk in mehreren iranischen Provinzen“ aufgebaut, um „Zugänge zum unbeschränkten Internet über Starlink zu verkaufen“, berichtete Isna unter Berufung auf die Polizei in der südiranischen Provinz Fars. Der Zeitpunkt der Festnahme wurde zunächst nicht bekanntgegeben.
19:23 Uhr – USA setzen Kopfgeld auf Modschtaba Chamenei aus
Die USA haben eine hohe Belohnung zur Ergreifung des neuen iranischen Obersten Führers Modschtaba Chamenei ausgesetzt. Das US-Außenministerium teilte mit, es würden zehn Millionen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro) für Hinweise über den Aufenthaltsort Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher gezahlt.
Gesucht werden demnach unter anderen der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani und Innenminister Eskandar Momeni sowie ferner Anführer der iranischen Revolutionsgarden. Modschtaba Chamenei ist der Sohn von Ayatollah Ali Chamenei, der zu Kriegsbeginn am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde. Er wurde am Sonntag zum Nachfolger seines Vaters ernannt.
18:00 Uhr – Iran widerspricht Trump: Marine intakt
Der Iran hat Darstellungen von US-Präsident Donald Trump über den Zustand der iranischen Marine und Luftstreitkräfte scharf zurückgewiesen. „Die USA behaupten, die iranische Marine sei zerstört (…) Dann sei die Frage erlaubt, warum die Straße von Hormus immer noch geschlossen ist und kein Tanker sie durchqueren kann“, sagte Mohammed Akbarsadeh, stellvertretender Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur IRNA.
Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, die iranische Marine sei verschwunden, die Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet. „Erneut die Frage: wieso treffen Irans Raketen und Drohnen dann in regelmäßigen Abständen ihre vorgesehenen Ziele“, hielt Akbarsadeh entgegen. Der iranische Machtapparat hat sich bislang als widerstandsfähig erwiesen und schlägt immer wieder zurück, was den USA und ihren Verbündeten sowie der Weltwirtschaft zunehmend zusetzt.
17:10 Uhr – „Iran-Krieg nutzt niemandem und schadet vielen“, sagt Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat ein schnelles Ende des Iran-Krieges gefordert und auf wirtschaftliche Schäden auch für Deutschland durch den Konflikt verwiesen. „Wir hoffen, dass wir Wege finden, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden, weil er niemandem nutzt und vielen schadet, ökonomisch auch uns“, sagte Merz am Freitag während eines Besuchs in Norwegen bei einer Pressekonferenz mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Störe und dem kanadischen Premierminister Mark Carney.
„Wir unternehmen alle Anstrengungen, um diesen Krieg im Iran und mit dem Iran zu beenden. Alle diplomatischen Kanäle werden genutzt“, sagte Merz auf die Frage einer Journalistin, ob er es unterstützen würde, wenn die Europäer oder die Deutschen mit den Iranern in direkten Kontakt treten würden, damit die vom iranischen Militär de facto gesperrte Straße von Hormus wieder geöffnet wird.
Merz äußerte auch Kritik am Vorgehen Israels und der USA. Zwar teile die Bundesregierung „wichtige Ziele der Vereinigten Staaten und Israels“. Mit jedem Kriegstag stellten sich allerdings „mehr Fragen, als Antworten gegeben werden“, sagte er. „Vor allem wird immer deutlicher: Es braucht einen überzeugenden Plan, es braucht eine Strategie, wie dieser Krieg zu einem Ende geführt werden soll.“
„Derweil sehen wir eine gefährliche Eskalation“, fuhr Merz fort. „Der Iran greift wahllos Staaten in der Region an, darunter enge Partner und Verbündete auch unseres Landes.“ Die Straße von Hormus sei „praktisch unpassierbar“ geworden. „Wir verurteilen das auf das Schärfste“, sagte der Bundeskanzler.
„Wir haben kein Interesse an einem endlosen Krieg. Ein Zerfall der territorialen Integrität, der Staatlichkeit oder der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit des Iran hätte schwerwiegende Folgen auch für uns“, sagte Merz. „Deswegen brauchen wir jetzt eine Perspektive für eine Friedensordnung.“
17:05 Uhr – Libanon: Mehr als 100 Kinder bei Angriffen getötet
Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums mehr als 100 Kinder getötet worden. Insgesamt 773 Menschen seien seit Beginn der Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz Anfang März ums Leben gekommen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Unter den Toten seien 62 Frauen. Mehr als 1900 Menschen seien verletzt worden.
16:31 Uhr – Trump kündigt neue Angriffe an und stellt Führungswechsel in Frage
Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump weitere Angriffe für die kommende Woche angekündigt. „Wir werden sie in der nächsten Woche sehr hart treffen“, sagte Trump am Freitag dem Radiosender Fox News. Zugleich sagte er voraus, die iranische Führung werde stürzen, aber „vielleicht nicht sofort“.
Damit setzte der US-Präsident seine wechselhaften Äußerungen über die Strategie im Krieg fort. Noch am Montag hatte Trump den Iran-Krieg für „so gut wie“ beendet erklärt und dies mit der militärischen Schwächung der Islamischen Republik begründet. In der Nacht zum Freitag nannte er die iranischen Führungspolitiker „gestörte Dreckskerle“ und drohte ihnen mit Vernichtung.
Trump wurde in dem Fox-News-Interview auch zu seiner Ankündigung gefragt, Öltanker könnten US-Geleitschutz in der vom Iran blockierten Straße von Hormus erhalten. „Wir würden es tun, wenn wir es müssten“, antwortete Trump. „Aber, wissen Sie, hoffentlich wird alles sehr gut laufen. Wir werden sehen, was passiert.“
16:27 Uhr – Hegseth: Hochrangiger Militär untersucht Angriff auf Schule
Die USA haben nach Angaben ihres Verteidigungsministers Pete Hegseth einen hochrangigen Militär außerhalb des für den Iran zuständigen US-Kommandos (Centcom) mit der Untersuchung des Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran beauftragt. Diese werde so lange dauern, wie nötig, betonte Hegseth bei einer Pressekonferenz.
Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen einer eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die „New York Times“ und der Sender CNN jüngst unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.
Der „New York Times“ zufolge erstellten Beamte von Centcom die Zielkoordinaten für den Angriff und verwendeten veraltete Angaben von Geheimdiensten. Allerdings hätten die Quellen betont, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handele und wichtige Fragen offen blieben. Dazu zähle auch, warum die veralteten Informationen nicht noch einmal überprüft worden seien.
15:14 Uhr – Briten patrouillieren über Golfstaat
Flugzeuge der britischen Luftwaffe Royal Air Force haben nach Angaben der Downing Street in der Nacht erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs über Bahrain patrouilliert. „Über Nacht flogen britische Jets erstmals Luftverteidigungsmissionen speziell zum Schutz Bahrains“, sagte ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer laut der Nachrichtenagentur PA.
13:51 Uhr – Hegseth: Keine klaren Belege für Minen in Straße von Hormus
Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ist nicht belegt, dass die Straße von Hormus vom Iran vermint wurde. Zwar hätten die USA gehört, wie die Iraner darüber gesprochen hätten, sagt Hegseth auf einer Pressekonferenz. Aber es gebe keine entsprechenden „klaren Belege“ dafür. In Medienberichten hieß es kürzlich, der Iran habe etwa ein Dutzend Minen in der Meerenge platziert.
13:19 Uhr – Hegseth: Neuer Oberster Führer „verwundet und wahrscheinlich entstellt“
Kriegsminister Pete Hegseth spricht auf einer Pressekonferenz im Pentagon. Nie zuvor sei eine moderne Armee so schnell dezimiert worden, sagt er. Der Iran verfüge über keine Flugabwehr, keine Luftwaffe, keine Marine. Der Raketenbestand sei um 90 Prozent geschrumpft. Der iranischen Führung gehe es nicht besser. Der „nicht so ganz Oberste Führer“, Modschtaba Chamenei, sei „verwundet und wahrscheinlich entstellt“. Er verstecke sich, seine erste Botschaft am gestrigen Tag sei lediglich im Fernsehen verlesen worden. „Keine Stimme, kein Video“, sagt Hegseth. „Sein Vater ist tot, er hat Angst und ist auf der Flucht.“ Um was für Verletzungen es sich handele und wie es dazu gekommen sei, führte er dabei nicht aus.
13:17 Uhr – Russland: Keine erhöhte Strahlung nach Angriffen auf Iran
Nach den Angriffen der USA und Israels auf iranische Atomanlagen sind russischen Angaben zufolge keine veränderten Strahlungswerte festzustellen. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf den Chef des Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow. Es bleibt zunächst unklar, auf welche konkreten Angriffe sich der Bericht bezieht. Der Iran hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Anlage in Natans sei getroffen worden, es sei jedoch keine Radioaktivität ausgetreten.
12:40 Uhr – Sri Lanka übergibt Leichen iranischer Seeleute
Sri Lanka hat nach einem Angriff der US-Marine auf ein iranisches Kriegsschiff die Leichen von 84 Seeleuten überstellt. Die sterblichen Überreste seien iranischen Vertretern zur Rückführung übergeben worden, sagte Außenministeriumssprecher Thushara Rodrigo am Freitag. Sie sollten vom Flughafen Hambantota im Süden Sri Lankas in den Iran geflogen werden.
Ein U-Boot der US-Marine hatte am Mittwoch vergangener Woche das iranische Kriegsschiff „IRIS Dena“ in internationalen Gewässern vor der Küste Sri Lankas versenkt. 32 Besatzungsmitglieder wurden gerettet.
12:27 Uhr – Regierung: Fünfstellige Zahl von Deutschen zurückgekehrt
Eine fünfstellige Zahl Deutscher hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes die Krisenregion verlassen. Die Bundesregierung habe davon 1100 besonders Schutzbedürftige und ihre engsten Angehörigen mit sechs Sonderflügen ausgeflogen, sagt ein Sprecher des Ministeriums. Der wahrscheinlich letzte von der Regierung organisierte Flug habe am Donnerstag stattgefunden und sei nicht mehr voll ausgelastet gewesen. Eine eigenständige Ausreise sei über kommerzielle Flüge und Landwege möglich. Eine mittlere dreistellige Zahl von Deutschen werde in der Region individuell beraten.
12:25 Uhr – Trump: Begleitschutz für Schiffe in Straße von Hormus wäre möglich
US-Präsident Donald Trump hat Begleitschutz der USA für Schiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Das könne man tun, falls dies nötig sei, sagt er dem Sender Fox News. Zudem kündigt er für die kommende Woche „sehr harte“ militärische Schläge gegen den Iran an.
11:11 Uhr – Nato-Luftabwehr fängt dritte iranische Rakete über Türkei ab
Die Nato-Luftabwehr hat nach Angaben der Türkei eine dritte iranische Rakete abgefangen. Das Geschoss sei vom Iran in Richtung Türkei abgeschossen worden, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Die Türkei habe den Iran um eine Stellungnahme ersucht.
10:41 Uhr – Vier Tote bei Absturz von US-Militärflugzeug im Irak
Nach einem Absturz eines US-Tankflugzeugs im Irak sind nach Angaben des Militärs vier der sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das Flugzeug vom Typ KC-135 war Teil der Militäroperation gegen den Iran, doch der Absturz sei weder durch feindlichen Beschuss noch durch Eigenbeschuss verursacht worden, erklärte das Militär in einer Mitteilung. Laut Centcom waren zwei Flugzeuge beteiligt. Eines sei sicher gelandet, das andere sei im Westen des Irak abgestürzt.
10:20 Uhr – Zwei Drohnen in der Nähe von Ölfeld im Irak abgestürzt
In der Nähe eines bedeutenden Ölfelds im Südirak sind zwei Drohnen abgestürzt. „Zwei Drohnen haben Telefonmasten in der Nähe des Madschnun-Ölfeldes getroffen“, sagte ein Vertreter des irakischen Ölministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Vorfall in der Nacht zum Freitag habe es weder Opfer noch Schäden gegeben. Der Betrieb des Ölfelds in der Provinz Basra sei bereits vorher ausgesetzt worden. Ein Sprecher des Ölministeriums sagte, es sei das erste Mal, dass das Ölfeld ins Visier genommen worden sei.
10:15 Uhr – Heftige Explosionen in iranischer Hauptstadt nach israelischen Angriffen
Bei den neuen israelischen Luftangriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran werde die Infrastruktur „des iranischen Terrorregimes in Teheran“ ins Visier genommen, teilte die israelische Armee mit. In einer im Onlinedienst X veröffentlichten Erklärung rief die Armee zur „sofortigen“ Evakuierung zweier Wohnviertel im Zentrum von Teheran auf.
Nach Angaben von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP war Teheran am Morgen von mehreren schnell aufeinanderfolgenden Explosionen erschüttert worden. Die ungewöhnlich heftigen Detonationen ereigneten sich gegen 10.00 Uhr Ortszeit (07.30 Uhr MEZ), wie zwei AFP-Journalisten berichteten. Über dem Osten und dem Norden der Stadt stiegen schwarze Rauchwolken auf.
Das iranische Staatsfernsehen meldete eine schwere Explosion auf einem Platz voller Demonstranten. Die Detonation habe sich auf dem Ferdowsi-Platz in der Nähe der Universität Teheran ereignet, einem Schwerpunkt der israelfeindlichen Demonstrationen des Al-Kuds-Tages. Videoaufnahmen, die die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte, zeigten aufsteigenden Rauch, während Protestierende „Tod für Israel!“ und „Tod für Amerika!“ schrien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen
dpa/AFP/AP/Reuters/sebe/doli/jmr
Source: welt.de