Maschmeyers neuer Fonds will 90 Millionen in europäische KI-Startups investieren

Der Berliner Frühphasen-VC von Carsten Maschmeyer hat sein drittes Vehikel deutlich überzeichnet abgeschlossen. Lest hier, welchen Fokus Seed+Speed verfolgt und wie hoch die Tickets ausfallen.

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Seed+Speed Ventures hat sein Fundraising für den dritten Fonds mit 90 Millionen Euro abgeschlossen – dreimal so viel wie ursprünglich geplant. Das gab der von Carsten Maschmeyer und Alexander Kölpin geführte VC am Dienstag bekannt. Die Zielgröße musste demnach zweimal mit Zustimmung der Investoren erhöht werden.

Wo und wie viel soll investiert werden?

Der Fonds will in europäische Pre-Seed- und Seed-Startups im B2B- und Enterprise-Software-Bereich mit KI-Bezug investieren. Die initialen Tickets liegen zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Euro, für Follow-on-Runden stehen weitere Millionen (bis maximal fünf Millionen pro Startup) bereit. Pro Jahr plant Seed+Speed sieben bis neun neue Investments.

Erstmals über DACH hinaus

Während die ersten beiden Fonds sich auf den deutschsprachigen Raum konzentrierten, öffnet sich Seed+Speed III erstmals für ganz Europa.

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Seit Sommer 2024 hat das Team nach Unternehmensangaben bereits 13 Investments getätigt. Darunter das niederländische Orq.ai (Generative-AI-Plattform, fünf Millionen Euro Seed), das Düsseldorfer RIIICO (KI-Fabrikplanung, fünf Millionen US-Dollar Seed) und das österreichische Optimuse (AI für Gebäude-Engineering, vier Millionen Euro Seed).

Was dürfen Startups erwarten?

Mit der größeren Fondsgröße will Seed+Speed nun häufiger als Lead- oder Co-Lead-Investor auftreten. Das Team unterstützt Portfoliofirmen vor allem beim Aufbau von Vertriebsstrukturen und stellt dafür ein dediziertes Support-Team für Sales, PR und Marketing bereit.

Zu den bekannteren Portfoliounternehmen aus den Vorgängerfonds gehören Finanzguru, Pliant, Kertos, Prewave und Prezise.ai, das bereits einen Exit verzeichnete. Zu den Investoren des neuen Fonds zählen laut Mitteilung Banken, Stiftungen, Family Offices und vermögende Privatpersonen – darunter auch Gründer aus früheren Seed+Speed-Beteiligungen.

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Source: businessinsider.de