Martha Argerich lädt zu „Rendevouz“ mit Klassikstars

Das Martha Argerich Festival im Juni 2026 stellt Meisterwerke der Klassik in ganz unterschiedlichen Rahmungen vor: Höhepunkt wird ein Beethoven-Zyklus der Meisterpianistin Argerich mit dem Stargeiger Maxim Vengerov.

Das Martha Argerich Festival wird am 20. Juni mit der traditionellen „Opening Night“ in der Laeiszhalle eröffnet. Starpianistin Argerich begrüßt hier unter anderem den Opernsänger Michael Volle, den Cellisten Mischa Maisky sowie – im dritten Teil – den Komponisten Haggai Cohen-Milo am Kontrabass. Gleichzeitig ist das Eröffnungskonzert Auftakt eines Festival-Highlights: Argerich gestaltet einen Zyklus mit allen Violinsonaten von Ludwig van Beethoven, gemeinsam mit dem Geiger Maxim Vengerov. Der Zyklus, der 2027 in der Carnegie Hall in New York aufgeführt wird, ist auf fünf Konzertabende verteilt (20., 27. bis 30. Juni). Er erlaubt es, Beethovens Meisterwerke in höchst unterschiedlichen Rahmungen zu erleben, von japanischem Nō-Theater über Jazz bis hin zu klassischen Kontexten.

Neben Klassik erklingen Jazz und fernöstliche Musik

Das ist ohnehin ein Markenzeichen des Festivals, das auch in der achten Festival-Ausgabe gelebt wird: Neben Klassik erklingen auch Jazz und fernöstliche Theater- und Musikkultur. Auch 2026 unternimmt das Festival zwei Abstecher: Für einen symphonischen Konzertabend in die Elbphilharmonie und für einen interdisziplinären Abend zwischen Lied und Fusion Music in den Mojo Club auf der Reeperbahn.

Beim Martha Argerich Festival stehen auch in diesem Jahr Begegnungen im Mittelpunkt: Zum „Rendezvous“ hat Martha Argerich neben den erwähnten Künstlern auch Mikhail Pletnev, Magdalena Kožená, Shōnosuk Ōkura, Edgar Moreau, Stephen Kovacevich, Gil Shaham, Zhang Jun sowie Freunde, Schüler, Familienmitglieder und die Symphoniker Hamburg mit ihrem Chefdirigenten Sylvain Cambreling eingeladen.

Argerich spielt Klavierkonzert von Schumann

Das 10. Symphoniekonzert der Symphoniker am 29. Juni wurde in das Programm aufgenommen. Alle Gäste des Konzerts am 21. Juni kommen in den Genuss eines zusätzlichen Programmpunktes: Neben den ursprünglich geplanten Werken von Johannes Brahms und Béla Bartók mit Gil Shaham und Dai Miyata als Solisten wird es einen eingeschobenen zusätzlichen Teil geben mit Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll, interpretiert von Martha Argerich.

Beim Abschlusskonzert am 30. Juni steht wie schon beim Festivalauftakt die Begegnung zwischen Kammermusik, Symphonik und neuem Jazz im Mittelpunkt. Neben Werken von Ludwig van Beethoven ist im Rahmen von „Gravitations: Mahler“ neuer Jazz, inspiriert von Gustav Mahlers „Lied von der Erde“, zu erleben. Das Projekt mit Haggai Cohen-Milo, das bereits 2025 im Kleinen Saal der Laeiszhalle zu Gast war, wird im Rahmen des Abschlusskonzertes in einer neuen Fassung mit Zhang Jun, einem Meister der chinesischen Kunqu-Oper, aufgeführt. An jedem Tag gibt es vom 22. bis 26. Juni jeweils um 12.30 Uhr Lunchkonzerte im Brahms-Foyer der Laeiszhalle – wie üblich bei freiem Eintritt. Die Platzzahl ist begrenzt.

Das Martha Argerich Festival erklingt vom 20. bis 30. Juni. Der Vorverkauf beginnt am 1. April 2026 um 11 Uhr

Source: welt.de

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