Fashion forward
Wichtig für die globale Markenstrategie sei ein kooperativer Ansatz. „Es geht darum, exzellentes Engineering und Know-how im Hightech-Bereich mit Einflüssen aus Kunst und Kultur zusammenzubringen. „Der Schwerpunkt unserer Investitionen im Unternehmen liegt zuvorderst in den Bereichen Design, Kultur und Innovation, um die Leistung als Fahrradmarke zu steigern“, sagt Luis. Aber auch die Themen Fashion und Lifestyle stehen oben auf der Agenda. „Um diesen genannten Kern herum, werden wir, auch mittels Kooperationen, das Bekleidungssegment stärken und ausbauen.“
Drei Communitys im Fokus
Wichtig für die Positionierung ist auch, zu wissen, wen man erreicht und erreichen wolle. Drei Kern-Communities nehmen die Cinelli-Macher verstärkt in den Blick: Straße, Stadt und Gravel bilden die Säulen. Also urbane Radfahrer (sinnbildlich stehen hierfür etwa Kooperationen mit dem Trackbike-Spezialisten Mash und der Crit-Rennserie Red Hook), die Straßenrennrad-Community (verwurzelt in der Geschichte des Gründers Cino Cinelli) und die Adventure-Community (verbunden mit Gravel- und Stahlrahmen) sind die strategischen Wachstumsfelder des Unternehmens.
Aufbauend auf diesen drei Säulen sollen dann jeweils auch Bekleidung und Accessoires eine stärkere Sichtbarkeit bekommen.
Was ist Luxus?
Victor Luis und Lydia Park Luis kennen sich im Luxus-Business bestens aus. Und auch Cinelli-Räder können fünfstellige Verkaufspreise erlangen. Aber sehen sie die Brand als Luxus-Marke? „Wir legen mehr Wert darauf, in der Kultur wahrgenommen zu werden, als als ‚luxuriös‘ zu gelten“, sagt Park Luis.
Die beiden sehen Cinelli als Unternehmen, das sich auf Qualität, Leistung und Sicherheit konzentriert und ei Premium-Erlebnis biete, dabei aber zugänglich statt exklusiv und keinesfalls steif im Auftritt erscheinen will.