Marineeinheiten aus jener EU nachdem Zypern entsendet – Iran meldet Angriff uff US-Tanker

Verschiedene Staaten der EU entsenden Marineeinheiten nach Zypern. Der Iran kündigt Vergeltung für die Versenkung der Fregatte „Dena“ durch die USA an – und greift erneut Tel Aviv an. Mehr im Liveticker.

Seit dem Wochenende greifen Israel und die USA den Iran an. Am Samstag wurde das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet, der seit 1989 an der Macht war. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

13:22 Uhr – Iran greift erneut Tel Aviv an

Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee teilte mit, die Raketenabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. In weiten Teilen Israels heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv. Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten nach einem vorherigen Angriff auf Israel mitgeteilt, sie hätten vier fortschrittliche Raketen des Typs Chorramschahr 4 auf das Zentrum von Tel Aviv abgefeuert.

12:54 Uhr – Mindestens acht Tote bei neuen israelischen Luftangriffen im Südlibanon

Bei neuen israelischen Angriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon sind nach libanesischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete allein sechs Tote in zwei Dörfern im Südlibanon, darunter zwei Kinder. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah hatte zuvor nach eigenen Angaben Raketen auf die israelische Region Galiläa abgefeuert. Israel erneuerte daraufhin seinen Evakuierungsaufruf für Zivilisten im Südlibanon.

12:07 Uhr – Sechs ausländische Arbeiter in Abu Dhabi von herabfallenden Drohnenteilen getroffen

In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen Drohne verletzt worden. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate hätten auf einen Vorfall mit herabfallenden Trümmerteilen „an zwei Standorten“ reagiert, nachdem die Luftabwehr erfolgreich eine Drohne abgefangen habe, teilte das emiratische Pressebüro mit. Bei dem Vorfall in dem Industriegebiet wurden demnach sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal „leicht bis mittelschwer“ verletzt.

11:30 Uhr – Frankreich genehmigt USA Nutzung französischer Stützpunkte

Frankreich hat einem Medienbericht zufolge den US-Streitkräften die Nutzung französischer Stützpunkte im Rahmen des Krieges gegen den Iran genehmigt. Das berichtet der französische Fernsehsender BFMTV. Die Pressestelle des französischen Verteidigungsministeriums reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

11:26 Uhr – Marineeinheiten aus der EU werden nach Zypern entsendet

Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande werden in den kommenden Tagen Marineeinheiten zum Schutz Zyperns entsenden, kündigt der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto im Parlament an. Auf der Insel war am ​Montag eine Basis der britischen Royal Air Force im Rahmen der Luftangriffe der USA und Israels gegen Teheran von einer Drohne iranischen Fabrikats angegriffen worden.

10:18 Uhr – Explosionen auch in Doha und Manama

Die katarische Hauptstadt Doha ist von Explosionen erschüttert worden. Auch über Bahrains Hauptstadt Manama hörten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Detonationen.

10:10 Uhr – Libanon will Parlamentswahlen verschieben

Die libanesische Führung verständigt sich Insidern zufolge auf eine Verschiebung der für Mai geplanten Parlamentswahlen. Wegen des wieder aufgeflammten Konflikts zwischen Israel und der Terror-Miliz Hisbollah sowie der Ausweitung des Krieges im Nahen Osten solle die Legislaturperiode um zwei Jahre verlängert werden, sagen zwei hochrangige libanesische Vertreter.

10:06 Uhr – Kuwait meldet zwei tote Soldaten

Kuwait teilt mit, dass zwei am Montag bei einem iranischen Angriff verletzte Soldaten gestorben sind. Darüber seien auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen und der Präsident des UN-Sicherheitsrats informiert worden.

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10:02 Uhr – Aserbaidschan meldet Drohnenangriff aus dem Iran

Aserbaidschan wirft dem Iran einen Drohnenangriff auf sein Territorium vor. Bei dem Angriff auf die Exklave Nachitschewan seien zwei Zivilisten verletzt worden, teilte das aserbaidschanische Außenministerium mit. Eine Drohne sei nahe dem örtlichen Flughafen eingeschlagen, eine weitere nahe einer Schule.

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09:56 Uhr – Israel ordnet schnellere Rüstungsproduktion an

Israels Verteidigungsministerium weist die großen Rüstungsunternehmen des Landes an, die Produktion offensiver und defensiver Waffensysteme zu beschleunigen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Ministeriums.

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09:15 Uhr – Iran meldet Angriff auf US-Tanker im Persischen Golf

Die iranischen Revolutionsgarden melden einen Angriff auf einen US-Öltanker. Der Tanker sei „im Norden des Persischen Golfs von einer Rakete getroffen“ worden und stehe „derzeit in Flammen“, erklärten die Revolutionsgarden im staatlichen iranischen Fernsehen.

08:39 Uhr – Iran dementiert, Türkei angegriffen zu haben

Der iranische Generalstab weist Vorwürfe zurück, die Türkei mit einer ballistischen Rakete angegriffen zu haben. In einer offiziellen Erklärung heißt es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen. Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei. Am Mittwoch hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen.

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08:30 Uhr – Iranischer Geistlicher fordert Angriffe auf Israelis und Trump

In einer vom iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Botschaft hat ein Geistlicher Angriffe auf Israelis und US-Präsident Donald Trump gefordert. „Wir befinden uns jetzt kurz vor einem großen Test und wir müssen darauf achten, diese Einheit vollständig zu bewahren, diese Allianz vollständig zu bewahren“, sagte der Ajatollah Abdullah Dschawadi Amoli in der Botschaft. Er rief dazu auf, „das Blut der Zionisten zu vergießen, das Blut Trumps zu vergießen“.

Bislang hat es kaum Aussagen iranischer Geistlicher in dem Krieg gegeben, der am Wochenende von den USA und Israel begonnen wurde.

07:32 Uhr – Iran kündigt Vergeltung für Versenkung von Fregatte an

Iran kündigt Vergeltung für die Versenkung der Fregatte „Dena“ in internationalen ​Gewässern vor Sri Lanka an. „Die USA werden den Präzedenzfall, den sie geschaffen haben, bitter bereuen“, schreibt Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. An Bord des Kriegsschiffes ⁠seien fast 130 Seeleute gewesen.

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07:27 Uhr – Israel startet neue Angriffswelle auf Teheran

Die israelische Armee beginnt nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle in Teheran. In einer Mitteilung des Militärs war die Rede von groß angelegten Angriffen auf Infrastruktur der iranischen Führung in der Hauptstadt. Augenzeugen berichteten über Explosionsgeräusche im Bereich von Teheran. Außerdem griff Israels Luftwaffe den Angaben zufolge mehrere Kommandozentren der proiranischen Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut an.

07:23 Uhr – Frankreich verlegt Flugzeugträger ins Mittelmeer

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs verlegt Frankreich seinen Flugzeugträger Charles de Gaulle ins Mittelmeer. „Angesichts dieser instabilen Lage und der Ungewissheit der kommenden Tage habe ich dem Flugzeugträger Charles de Gaulle, seinen Luftstreitkräften und seiner Fregattenbegleitung den Befehl gegeben, Kurs auf das Mittelmeer zu nehmen“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache.

Wie die „Bild“ berichtet, hatte Großbritannien bereits zuvor auf den Drohnenangriff am Montag auf den Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern reagiert. Demnach kündigte Premierminister Keir Starmer eine Verstärkung mit zusätzlichen Hubschraubern sowie die Verlegung eines weiteren Kriegsschiffes in die Region an. Auch die niederländische Fregatte Zr. Ms. Evertsen könnte der „Bild“ zufolge ins östliche Mittelmeer verlegt werden.

05:55 Uhr – US-Energieminister: Auswirkungen von Iran-Konflikt auf Ölmarkt temporär

US-Energieminister ​Chris Wright bezeichnet die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiemärkte als vorübergehend. Ein Anstieg der Benzinpreise sei ein kleiner Preis, der ⁠für die militärischen Ziele der USA zu zahlen sei, sagt er dem Sender Fox News. Die Welt sei gut mit Öl versorgt. Die US-Marine werde zudem bald Tanker durch die blockierte Straße von Hormus eskortieren.

05:10 Uhr – Weitere Angriffe des Iran auf Israel

Der Iran setzte seine Angriffe auf Israel fort. Die israelischen Streitkräfte alarmierten wegen iranischer Raketenangriffe in weniger als zwei Stunden dreimal die Bevölkerung. In Jerusalem waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Berichte über Verletzte liegen bislang nicht vor.

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04:10 Uhr – Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an

Die iranischen Streitkräfte greifen nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldet die staatlichen Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlicht Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen „antiiranischer Separatisten“ zu sehen sein sollen.

04:05 Uhr – Letzten beiden Namen von getöteten US-Soldaten veröffentlicht

Das Pentagon hat die letzten beiden Namen der sechs US-Soldaten, die bei einem Drohnenangriff auf ein Kommandozentrum in Kuwait getötet wurden, bekannt gegeben: Die beiden Männer kommen aus Kalifornien und Iowa. Bei den identifizierten Soldaten handelt es sich um Robert Marzan, 54, aus Sacramento, und Jeffrey O‘Brien, 45, aus Indianola.

Insgesamt sechs Mitglieder der Army Reserve kamen am Sonntag ums Leben, als eine Drohne ein Kommandozentrum in Port Shuaiba (Kuwait) traf.

03:16 Uhr – Ölpreise ziehen an – Sorge um Straße von Hormus

Die Sorge vor einer längeren ⁠Schließung der Straße von Hormus treibt am Donnerstag die Ölpreise an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um gut zwei Prozent auf 83,07 Dollar. US-Leichtöl WTI kostet mit ⁠76,60 Dollar ​2,6 Prozent mehr. ‌Die wichtige Schifffahrtsroute für den Energietransport ist seit Tagen blockiert.

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02:55 Uhr – Israel spricht von „historischen Erfolgen“

Die israelische Regierung bescheinigt sich selbst große Erfolge. „Israel und die USA haben gemeinsam historische Erfolge erzielt, um unsere Bürger und die zivilisierte Welt zu schützen“, sagte Regierungssprecherin Schosch Bedrosian in einem Internetvideo.

Die US-israelischen Luftangriffe seien notwendig gewesen, weil der Iran sein Atomprogramm in „neuen unterirdischen Bunkern“ wieder aufgebaut habe, sagte die Sprecherin. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Iran „Israel und amerikanische Truppen im Nahen Osten“ habe angreifen wollen.

02:51 Uhr – Trump vergibt 15 von 10 Punkten für Militäreinsatz

Donald Trump zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des Krieges – und gibt dem Militäreinsatz in einem eigenwilligen Zahlenspiel 15 von zehn Punkten. „Es läuft gut an der Kriegsfront, um es zurückhaltend auszudrücken“, sagte Trump bei einem Treffen mit Technologieunternehmern im Weißen Haus. „Jemand hat gesagt: Auf einer Skala bis 10, wie viele Punkte würden Sie geben? Ich habe gesagt: etwa 15.“

02:34 Uhr – Nachbarschaft der US-Botschaft in Katar evakuiert

Die Umgebung der US-Botschaft in Katar wurde evakuiert. Die Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilte das Innenministerium des Golfstaats mit. Ihnen seien anderweitige Unterkünfte gestellt worden. Zu den Hintergründen der Evakuierung machte die Behörde zunächst keine Angaben.

02:13 Uhr – Explosion an Tanker im Persischen Golf

Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf ist es zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut.

dpa/AFP/AP

Source: welt.de

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