Die Nato hat das Großmanöver Steadfast Dart 26 gestartet und verlegt dafür Tausende Soldaten, Militärgeräte und Dutzende Kriegsschiffe nach Deutschland. Das teilte das operative Hauptquartier der Nato im niederländischen Brunssum mit.
Ziel des Großmanövers ist es zu üben, Tausende Soldaten
und ihre Waffen innerhalb Europas rasch zu verlegen, konkret von Süden
und Westen nach Norden und Osten. Deutschland eignet sich dabei mit seiner zentralen Lage als Gastgeber und
Drehscheibe.
„Von heute an werden in Deutschland rund 10.000
Soldatinnen und Soldaten ankommen“, sagte der italienische General
Nicola Mandolesi beim Entladen eines Frachtschiffes im Seehafen des
ostfriesischen Emden. Am Morgen rollten Dutzende Militärlastwagen,
Tankwagen und Jeeps von Bord des Frachters Severine an den
Emskai. Allein dieses Schiff brachte 2.200 Ausrüstungs- und Materialteile nach Deutschland. Das sei der „sichtbare Auftakt“ des Großmanövers, teilte das Bündnis mit.
USA bleiben Manöver fern
An dem Manöver beteiligt sind außerdem Streitkräfte von Heer, Luftwaffe und Marine sowie Space- und Cybereinheiten. So soll etwa die Allied Reaction Force – die schnelle Eingreiftruppe der Nato – mit Konvois über Land und Luft nach Deutschland gelangen. Es sei eine Herausforderung, so viele Truppen in kürzester Zeit über Ländergrenzen hinweg zu verlegen, sagte General Mandolesi.
An der Übung nehmen elf Mitgliedsländer der Nato teil: Italien, Griechenland, Deutschland,
Tschechien, Spanien, Litauen, Bulgarien, Türkei, Frankreich, Belgien
und Großbritannien. Die USA sind nicht Teil der Übung. Das Kommando hat der deutsche Viersternegeneral Ingo Gerhartz, den viele noch als Chef der deutschen Luftwaffe kennen. Gerhartz ist seit Juni 2025 der verantwortliche Nato-Kommandeur für die Verteidigung Zentraleuropas mit Sitz im Hauptquartier (JFC) im niederländischen Brunssum.