Als der Richter sein Urteil gegen Maja T. spricht, bewegt sich niemand. Die Menschen im viele Meter hohen, holzvertäfelten Saal des Budapester Gerichts stehen zur Verkündung wie erstarrt. Maja T., die angeklagte Person, hat ihre Augen geschlossen. Ihr Vater Wolfram Jarosch, nur wenige Meter hinter ihr, blickt angestrengt durch den Raum. Erst später, als der Richter seine Entscheidung erklärt, sich gegen Einwände der Verteidigung in Schutz nimmt, röten sich Jaroschs Augen. Müde blickt er vor sich auf den hölzernen Tisch.