Madonna: Sie fordern Aus von US-Abschiebelager


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Dutzende Prominente aus Hollywood haben einen offenen Brief unterzeichnet, der die Schließung eines ICE-Haftzentrums in Texas fordert.

Dutzende hochkarätige Stars haben einen eindringlichen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie die sofortige Schließung des ICE-Haftzentrums in Dilley, Texas, fordern. Zu den Unterzeichnern gehören neben Pop-Ikone Madonna auch Schauspieler Pedro Pascal, Sänger John Legend, Sängerin Gracie Abrams und Schauspieler Billy Porter sowie die Schauspielstars Javier Bardem, Mark Ruffalo, Keke Palmer und Jane Fonda.

In dem Schreiben, das an die US-Regierung und den privaten Gefängnisbetreiber gerichtet ist, prangern die Prominenten laut dem Branchenportal „Variety“ schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen und die systemische Vernachlässigung von Kindern und Familien an.

Der Brief stützt sich auf Berichte über katastrophale Zustände innerhalb der Einrichtung, die von verunreinigtem Essen und Schlafentzug bis hin zu gefährlicher medizinischer Vernachlässigung reichen. „Kein Kind sollte in einem Einwanderungshaftzentrum eingesperrt sein“, heißt es in dem Dokument, das die traumatischen Auswirkungen der Inhaftierung auf Minderjährige hervorhebt. „Kinder gehören in die Schule. Nicht in Haftzentren“, heißt es in dem Brief. Die Unterzeichner fordern nicht nur die Schließung des Standorts, sondern auch die sofortige Freilassung der dort festgehaltenen Personen.

Der Brief wurde durch die YouTube-Persönlichkeit „Ms. Rachel“ (Rachel Accurso) angestoßen, die nach Gesprächen mit inhaftierten Kindern von gefängnisähnlichen Zuständen berichtet hatte.

Massive Spannungen in den USA

Die Initiative ist Teil einer breiteren Protestwelle, die durch aktuelle Berichte über Todesfälle in Abschiebehaft und die Verschärfung der Einwanderungspolitik unter der aktuellen US-Administration befeuert wurde. Die prominente Forderung fällt in eine Zeit massiver gesellschaftlicher Spannungen in den USA.

Erst am vergangenen Wochenende gingen bei den landesweiten „No Kings“-Protesten laut Organisatoren rund 8 bis 9 Millionen Menschen auf die Straße, um gegen die aktuelle Politik der US-Regierung zu demonstrieren. Stars wie Bruce Springsteen, Robert De Niro und Billy Porter zeigten dabei Präsenz auf den Bühnen und Straßen von Minneapolis bis New York.

SpotOnNews

Source: stern.de