Luftwaffenstützpunkt getroffenMindestens zwölf US-Soldaten bei schwerem iranischen Angriff verletzt
28.03.2026, 17:19 Uhr
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Israel und die USA treffen während des seit einem Monat laufenden Krieges Tausende Ziele im Iran. Doch noch immer scheint das Mullah-Regime über ein schlagkräftiges Waffenarsenal zu verfügen. Nun gelingt Teheran Berichten zufolge einer der schwerwiegendsten Durchbrüche gegen die US-Luftverteidigung.
Bei einem iranischen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan in Saudi-Arabien sind Medienberichten zufolge am Freitag mindestens zwölf US-Soldaten verletzt worden, davon zwei schwer. Mindestens eine Rakete und mehrere Drohnen seien auf den Stützpunkt südöstlich von Riad abgefeuert worden, berichteten übereinstimmend mehrere US-Medien. Eine Stellungnahme der Regierung in Washington liegt bisher nicht vor. Der Raketenangriff soll mindestens der zweite Treffer auf den Stützpunkt im Krieg gegen den Iran sein. Fünf Tankflugzeuge seien bei einem früheren Angriff beschädigt worden, berichtete das „Wall Street Journal“.
Bei dem neuen Angriff auf den stark verteidigten Stützpunkt sollen dieses Mal auch mindestens zwei Tankflugzeuge der US-Luftwaffe beschädigt worden sein, schreiben „New York Times“ und „Washington Post“ unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte US-Beamte. Über das Ausmaß der Beschädigungen an den Flugzeugen wurde bisher nichts bekannt gegeben.
Der kombinierte Raketen- und Drohnenangriff stellte laut dem Bericht einen der schwerwiegendsten Durchbrüche der amerikanischen Luftverteidigung im Verlauf des einmonatigen Krieges mit dem Iran dar. Der Angriff verdeutlicht der „Washington Post“ zufolge, dass der Iran auch vier Wochen nach Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe über ein schlagkräftiges Arsenal verfügt, das in der Lage sei, im gesamten Nahen Osten zuzuschlagen. Dies sei trotz der Angriffe möglich, die mehr als 16.000 Ziele im ganzen Land getroffen haben.
Der Angriff erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Saudi-Arabien und andere Golfstaaten laut „Wall Street Journal“ dem Kriegseintritt immer näher kommen und eine aggressivere Haltung gegenüber dem Iran einnehmen. Zudem seien die USA und ihre Verbündeten nach vier Kriegswochen mit einem schwindenden Vorrat an Abfangraketen konfrontiert.
Seit Beginn der Kampfhandlungen hat der Iran zahlreiche US-Einrichtungen in der Region angegriffen. Laut den jüngsten Angaben des Pentagon wurden dabei mehr als 300 US-Soldaten verwundet. Die meisten Verletzten seien bereits wieder im Dienst, mindestens zehn Soldaten befänden sich jedoch weiterhin in ernstem Zustand, heißt es in der „Washington Post“ unter Berufung auf einen Sprecher des Pentagon.
Mindestens 13 getötete US-Soldaten
Bislang sind dem Bericht zufolge 13 US-Soldaten im Zuge der Operation „Epic Fury“, dem von der Trump-Regierung genannten Namen für ihren Krieg gegen den Iran, getötet worden. Sieben seien durch Feindeinwirkung gestorben, sechs seien bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.
Das US-Zentralkommando schätzte 2022, dass der Iran über mehr als 3000 ballistische Raketen verschiedener Reichweiten verfügte. Trotz der US-amerikanischen und israelischen Angriffe soll das Regime in Teheran weiterhin über gewisse Kapazitäten verfügen, sagt Richard Goldberg, ehemaliger Direktor für die Bekämpfung iranischer Massenvernichtungswaffen im Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit massiven Luftangriffen auf den Iran begonnen. Bereits am ersten Tag des Iran-Kriegs wurden der oberste iranische Führer, Ajatollah Ali Chamenei, und mehrere weitere Mitglieder der Staatsführung getötet. Teheran reagiert mit massiven Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.
Source: n-tv.de