Luftangriff in Kabul: Pakistanischer Minister bestreitet Angriff hinaus Suchtklinik in Kabul

Nach einem mutmaßlichen Luftangriff auf eine Suchtklinik an der afghanischen Hauptstadt Kabul hat Pakistan die Verantwortung dafür zurückgewiesen. Das afghanische Taliban-Regime verbreite eine Falschmeldung, schrieb der pakistanische Informationsminister Attaullah Tarar auf X. „Die Behauptung ist völlig haltlos“, schrieb er. Pakistan habe bei Luftangriffen auf Afghanistan nur militärische Ziele attackiert, keine zivilen.

Der Angriff auf die Omid Entzugsklinik soll sich am Montag ereignet haben. Die BBC berichtet unter Verweis auf Quellen in der Rechtsmedizin in Kabul, dass mehr als 100 Menschen bei dem Angriff getötet worden seien. Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums sagte Reportern, bei Angriffen seien 408 Menschen getötet
worden, 265 seien verletzt. Die Angaben der beiden Konfliktparteien
ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Auch die UN-Hilfsmission in Afghanistan (Unama) schreibt, die Omid Entzugsklinik sei von einem pakistanischen Luftangriff auf Kabul betroffen. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte forderte in Genf eine sofortige und unabhängige Untersuchung. Das Hochkommissariat betonte, dass Zivilisten laut humanitärem
Völkerrecht besonders geschützt seien. Zudem sehe das Völkerrecht einen
verstärkten Schutz für medizinische Einrichtungen vor.

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