Der Fonds habe im vergangenen Monat sein erstes Projekt genehmigt, ein zweites im Energiesektor werde für diesen Sommer erwartet. Insgesamt seien bislang mehr als 200 Anträge eingegangen. Swyrydenko berichtete zudem von Fortschritten bei einem im Februar genehmigten IWF-Kredit über acht Milliarden Dollar. Der IWF werde im Mai eine Delegation nach Kiew entsenden. Zudem verwies sie auf eine Erklärung der G-7-Finanzminister, in der diese der Ukraine weitere Hilfe zusagten, auch bei der Vorbereitung auf den nächsten Winter.
Die Ministerpräsidentin äußerte die Hoffnung, dass der Regierungswechsel in Ungarn eine Blockade bei weiteren EU-Sanktionen gegen Russland und einem EU-Kredit beenden könnte. Ungarn hatte unter dem abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orban das 20. Sanktionspaket der EU sowie einen Kredit über 90 Milliarden Euro blockiert. Dies könne auch eine gute Nachricht für den „unumkehrbaren“ Vorstoß der Ukraine zum EU-Beitritt sein, sagte Swyrydenko. „Alle Ukrainer fühlen sich als Teil der EU-Familie, und ich denke, sie verdienen es, dort zu sein“, sagte sie. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für uns, schneller voranzukommen und den schnellen Weg für unsere EU-Integration zu bekommen.“
Source: faz.net