Migrationsforscher: Fluchtwege aus Iran versperrt
Der Fokus müsse stattdessen auf der humanitären Lage in Iran liegen, sagte Knaus. „Auch wenn es Menschen nicht schaffen, in großer Zahl zu fliehen, bedeutet das nicht, dass ihre Lage im Land nicht katastrophal sein kann“, sagte Knaus. So sei es derzeit etwa für die Menschen in Gaza der Fall, über die derzeit wenig gesprochen werde – „vielleicht auch, weil wenige von ihnen es irregulär nach Europa schaffen“, so Knaus.
Knaus, der als einer der Architekten des Flüchtlingsabkommens von 2016 mit der Türkei gilt, verweist auch auf die Situation in Libanon: Durch die Kämpfe zwischen Israel und der Hizbullah wurden dort innerhalb des Landes viele Menschen vertrieben, von denen aber wenige nach Europa gekommen seien. Dennoch habe es dort eine humanitäre Katastrophe gegeben, während „die Hilfsgelder für Organisationen, die sich um Vertriebene kümmern, weltweit immer mehr reduziert werden“, sagte Knaus.
Source: faz.net