NATO-Generalsekretär Rutte für Gespräch mit Trump im Weißen Haus eingetroffen
Einen Tag nach dem Bekanntwerden der Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ist NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu Gast im Weißen Haus – und es dürfte kein einfacher Besuch werden. Rutte gilt vielen als „Trump-Flüsterer“. Er hat einen guten Draht zum amerikanischen Präsidenten, geriet für seine lautstarke Unterstützung des Irankriegs vonseiten einiger Verbündeter sogar in die Kritik. Doch Karoline Leavitt, die Sprecherin des Weißen Hauses, wiederholte kurz vor dem Treffen der beiden Männer am Mittwoch die Vorwürfe gegenüber dem transatlantischen Bündnis.
Laut Leavitt sollte ein möglicher Austritt, für den es ohne rechtliche Kniffe die Zustimmung des Kongresses brauchte, bei dem Treffen diskutiert werden. Abzuwarten bleibt, ob der amerikanische Präsident angesichts des selbst ausgerufenen „Sieges“ im Irankrieg am Mittwoch versöhnlicher gestimmt ist als noch vor einigen Tagen – das Treffen findet unter Ausschluss der Presse statt. Leavitt kündigte jedoch ein „offenes und ehrliches“ Gespräch an. Es sei traurig, dass die NATO dem amerikanischen Volk in den vergangenen sechs Wochen „den Rücken gekehrt“ habe, obwohl die Amerikaner ihre Verteidigung finanzierten.
Source: faz.net