Liveblog Irankrieg: Reiche warnt vor Treibstoffmangel im Falle eines langen Krieges

Pistorius grenzt sich von Steinmeier ab

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat auf die Aussage von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dass der Irankrieg „völkerrechtswidrig“ sei, mit Zurückhaltung reagiert. Während eines Besuchs im südostasiatischen Singapur sagte der Minister auf die Frage eines Journalisten, ob er dies ähnlich sehe, dass er die Rede des Bundespräsidenten erst einmal nachlesen wolle. „Dass die völkerrechtliche Zulässigkeit dieses Krieges allgemein infrage gestellt wird, ist ja offenkundig. Aber das ist im Augenblick, ehrlich gesagt, eine Frage eher für akademische Kreise“, so der Minister, der sich derzeit auf einer ausgedehnten Indopazifik-Reise befindet, die ihn zuvor nach Japan und von Mittwoch bis Freitag auch nach Australien führen wird. 

Der Minister begründete seine Aussage damit, dass der Krieg schließlich im Gange sei und schnell beendet werden müsse. „Das Leiden muss beendet werden, die Bombardierungen müssen beendet werden und damit vor allem auch ein Ende gesetzt werden den wirtschaftlichen Folgen, die das für die ganze Welt hat“, sagte der Minister. Dies sei das, was ihm gerade am meisten Sorgen mache. Auf eine weitere Journalistenfrage nach US-Präsident Donald Trumps Ankündigung, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke anordnen zu wollen, sagte Pistorius, da müsse man „abwarten“. „Ich weiß nicht, was morgen passiert. Klar wünscht man sich mehr Berechenbarkeit und Klarheit und strategische Weitsicht, generell – jetzt nicht nur in diesem Fall –  aber ich wünsche mir auch andere Dinge“, sagte der Minister. 

Source: faz.net