Liveblog Irankrieg: Iranischer Parlamentspräsident: Kein Vertrauen in die US-Delegation gewonnen

Die Ende Februar gestarteten US-israelischen Luftangriffe auf Iran hätten „riesige Erfolge“ erzielt, sagte Netanjahu weiter. Das zeige sich auch in der Schwächung der iranischen Führung und ihrer regionalen Verbündeten. „Sie drohten uns mit der Vernichtung – und jetzt kämpfen sie selbst um ihr Überleben.“
Der israelische Regierungschef gab zudem an, dass Libanon „im vergangenen Monat mehrmals den Beginn direkter Friedensgespräche“ vorgeschlagen habe. „Ich habe meine Zustimmung gegeben, aber unter zwei Bedingungen: Wir wollen die Entwaffnung der Hizbullah. Und wir wollen ein echtes Friedensabkommen, das über Generationen Bestand hat.“

Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Anfang März nahm die mit Teheran verbündete libanesische Hizbullah-Miliz Israel unter Beschuss. Daraufhin flog Israel massive Angriffe auf Teile von Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.

In Tel Aviv protestierten am Samstag erneut hunderte Kriegsgegner gegen Netanjahu. Sie riefen unter anderem „Nein zu endlosen Kriegen, nein zu einer Regierung des Todes“. 

Der Demonstrant Martin Goldberg sagte der Nachrichtenagentur AFP, Netanjahu sei gegen die Waffenruhe mit dem Iran. Dass Israel nach Start der Iran-Feuerpause massive Angriffe gegen Ziele in Libanon geflogen habe, sei ein Versuch gewesen, „die Waffenruhe mit dem Iran zu sabotieren“. Die israelische Regierung sei nicht an einer Waffenruhe mit Iran interessiert und wolle keine „friedliche Lösung im Iran“, sagte Goldberg.

Source: faz.net