Zudem überwachten russische Satelliten dem Bericht zufolge verstärkt die Straße von Hormus. In der für den globalen Öl- und Flüssiggashandel (LNG) zentralen Meerenge, durch die ein Fünftel der weltweiten Lieferungen fließt, hat Iran eine faktische Blockade für alle „nicht freundlichen Schiffe“ verhängt.
Der regionale Sicherheitsinsider bestätigte einen Vorfall auf der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien, den der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits in der vergangenen Woche öffentlich gemacht hatte. Ein russischer Satellit habe die Basis fotografiert, bevor Iran die Anlage am 27. März angegriffen und dabei ein modernes US-Aufklärungsflugzeug vom Typ E-3 Sentry AWACS getroffen habe. Am Folgetag habe ein weiterer Satellit die Schäden begutachtet.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Olivia Wales, erklärte am Dienstag, externe Unterstützung für Iran beeinträchtige den operativen Erfolg der USA nicht. US-Außenminister Marco Rubio hatte russische Hilfe für Iran zuvor öffentlich als unbedeutend abgetan. Die Regierungen in Moskau und Teheran äußerten sich zunächst nicht.
Neben der Satellitenaufklärung leisten russische Akteure dem ukrainischen Bericht zufolge auch im Cyberraum Hilfe. Von Iran gesteuerte Hackergruppen hätten ihre Angriffe auf kritische Infrastruktur und Telekommunikationsunternehmen in der Golfregion seit Ende Februar intensiviert. Dabei kooperierten russische Gruppen wie „Z-Pentest Alliance“ und „DDoSia Project“ über den Messengerdienst Telegram mit der iranischen „Handala Hack“. Zudem nutzten iranische Hacker russische Infrastruktur und Techniken des russischen Militärgeheimdienstes.
Russland und Iran haben ihre militärischen Beziehungen seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 stetig ausgebaut. Im Januar des vergangenen Jahres unterzeichneten der russische Präsident Wladimir Putin und der iranische Präsident Massud Peseschkian ein Abkommen über eine umfassende strategische Partnerschaft, das auch den Austausch von Geheimdienstinformationen vorsieht.
Source: faz.net