Auch inhaltlich sei das Vorhaben richtig. Ein Absinken des Rentenniveaus würde vor allem die mehr als 50 Prozent der Rentenbezieherinnen und -bezieher hart treffen, die ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind. „Wer gegen die Haltelinie ist, der will die Renten kürzen, das soll er dann auch so sagen“, forderte Bas ihre Kritiker auf. Deren Haltung „mag ökonomisch nachvollziehbar sein, sie ist sozialpolitisch einseitig“, sagte die Arbeitsministerin weiter. Generell warnte Bas vor „Alarmismus und Angstmache“ in der Diskussion um die Renten. Statt Stimmungsmache brauchen wir mehr Sachlichkeit in der Debatte, sagte sie im Bundestag. Die Rente biete „Sicherheit in unsicheren Zeiten“.
Mit Abstand am teuersten am Rentenpaket ist das Ausschalten des sogenannten Demographiefaktors, das in der Zeit bis 2031 für stärkere jährliche Erhöhungen der gesetzlichen Renten sorgen soll. Allein dies wird die Rentenausgaben bis zum Jahr 2040 um insgesamt gut 140 Milliarden Euro erhöhen. Die weitere Erhöhung der Mütterrente, durchgesetzt von der CSU, kommt noch hinzu. Sie schlägt in diesem Zeitraum mit weiteren rund 65 Milliarden Euro zu Buche, wie dem Gesetzentwurf für diese beiden Elemente zu entnehmen ist. Das Bundeskabinett hat ihn schon im August beschlossen. Um nicht auch noch den absehbaren Anstieg des Rentenbeitragssatzes weiter zu beschleunigen, sollen die gut 200 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt an die Rentenkasse fließen.
Source: faz.net