Während in Tel Aviv zum ersten Mal seit fast sechs Wochen Krieg die Schulen öffnen sollen, fürchten die Menschen in Beirut weiterhin um ihr Leben. Die in der Nacht zum Mittwoch zwischen den USA und dem iranischen Regime vereinbarte Waffenruhe gilt zumindest so weit: Auf Israel flogen keine ballistischen Raketen mehr, und auch Israel attackierte den Iran bislang nicht mehr. Doch Israels Schläge gegen die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz im Libanon sind heftiger denn je. Allein am Mittwoch sollen bei Angriffen auf Beirut mindestens 250 Menschen getötet, bis zu 1.000 verletzt worden sein. Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben auch den engen Berater und Neffen von Hisbollah-Chef Naim Kassim getötet, laut libanesischen Behörden soll es zuletzt aber vor allem sehr viele zivile Opfer gegeben haben.