Lehrer manipulierte Pressefoto mit „FUCK AFD“-Schriftzug – Schulaufsicht schaltet sich ein

Eine Schule in Thüringen hatte eine bemerkenswerte Pressemitteilung veröffentlicht: Auf einer Schultafel war plötzlich der Antifa-Schriftzug „Fuck AFD“ zu sehen. Die Schulaufsicht prüft nun mögliche Konsequenzen.

Mit einem offenbar manipulierten Foto wurde eine Pressemitteilung einer Schule in Ostthüringen veröffentlicht, das fälschlicherweise einen Anti-AfD-Schriftzug, „Fuck AFD“, auf einer Schultafel zeigt. Das Bild war bei einem Termin an einem Gymnasium in Saalfeld entstanden. Ein Lehrer hatte nach Darstellung der Schule das Foto offenbar nachträglich bearbeitet. Das Staatliche Schulamt Südthüringen als Schul- und Dienstaufsichtsbehörde bewerte den Fall, teilte das Bildungsministerium auf Anfrage mit.

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Das parteipolitische Neutralitätsgebot an Schulen gilt unterschiedslos in alle politischen Richtungen. Parteipolitische Positionierungen – gleich welcher Art – hätten in der schulischen Kommunikation keinen Platz, hieß es in der Stellungnahme weiter. Verschiedene disziplinarische Maßnahme seien denkbar.

Bei dem Termin an der Schule ging es eigentlich „nur“ um Fördermittel zur Restaurierung eines historischen Instruments. „Bei der Zusammenstellung der Pressemitteilung wurde der Schulleitung versehentlich eine von einer Lehrkraft bearbeitete Bilddatei anstelle des Originals übergeben“, erklärte das Bildungsministerium.

Die ansässige „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ) hatte am 18. Februar über den Termin berichtet und das Foto gedruckt, einige Tage später berichtete die Zeitung über die Manipulation, die anschließend auch in den sozialen Medien hohe Wellen schlug.

„Der Schriftzug ist uns bei der Prüfung des Fotos nicht aufgefallen“, sagte OTZ-Chefredakteur Nils Kawig auf Anfrage. „Nach Hinweisen, dass es sich um eine Manipulation handelte, sind wir der Sache nachgegangen.“ Der in das Bild eingefügte Schriftzug lautete: „FUCK AFD“.

dpa/jra

Source: welt.de

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