Laptop und Lederhose, endlich in Liebe vereint

Die älteste Tochter von Markus Söder, das Model Gloria-Sophie Burkandt, 27, zeigt sich bei den Olympischen Spielen an der Seite des Ex-Google-CEOs Eric Schmidt, 70. Das ist keinesfalls schockierend.

Das Jahr 1998 war, retrospektiv gesehen, ein großes für den Freistaat Bayern. Am 12. Februar 1998 hielt der damalige Bundespräsident, der gebürtige Landshuter Roman Herzog, bei der Eröffnung der Neuen Messe in München eine Rede, in der er sich auch der Zukunft Bayerns widmete. In diesem Land, so prophezeite Herzog, würden „Laptop und Lederhose“ eine Symbiose eingehen – und schuf damit ein Wortpaar, das seitdem immer wieder bemüht wird, wenn bayerische Politiker rosig von ihrem Land und dessen Zukunft reden möchten.

Es wird allgemein seltsamerweise aber nicht dem feinen Rhetoriker Herzog, sondern dem sprachlichen „Problembären“ Edmund Stoiber zugeschrieben, der beides auch zu seiner Verabschiedung als Ministerpräsident geschenkt bekam. Nicht das erste Mal, nebenbei gesagt, dass in Bayern Dinge zusammengeschweißt wurden, die nicht zusammenpassen.

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Im selben Jahr, 1998, etwas später am 18. Dezember, kam aber auch Gloria-Sophie Burkandt zur Welt, die Frau, die auf ihre Weise im Jahr 2026 der penetrant herbeigeredeten Symbiose aus Tech und Tradition ein (schönes) Gesicht gibt. Burkandt, einigen sicher besser bekannt unter ihrem Instagram-Namen „gloriasophieee“, heute 27 Jahre alt, ist eine klassische Beauty. Sie ist 1,85 Meter groß, brünett, langhaarig und hochwangig, von Beruf irgendetwas zwischen Influencerin (aktuell 313.000 Follower auf Insta), Model mit abgeschlossenem dualem Business Management-Studium bei Siemens und Vertrag bei der renommierten Agentur „Elite Models“ in ihrer zweiten Heimat New York.

Zudem versucht sie sich als angehende Weltverbesserin – sie hat ihren Abschluss über den „Green Deal“ der EU gemacht, setzt sich für Generationengerechtigkeit ein und erklärte gerade in einem Interview mit dem österreichischen Magazin „Madonna“, sie forsche für ihre Doktorarbeit über die allgemein skeptisch betrachtete GenZ.

Vor allem aber ist Gloria-Sophie Burkandt bekannt als die älteste Tochter der TikTok-Größe Markus Söder, im Nebenberuf CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident eben jenes Freistaates, der sich gern als das deutsche Silicon Valley sieht. Das einzige Kind (soweit bekannt), welches der bayerische Ministerpräsident nicht mit seiner späteren Frau, sondern mit seiner vorherigen Lebensgefährtin Ulrike Burkandt hat. Das Paar hatte sich kurz nach der Geburt getrennt.

Diese Gloria-Sophie nun fiel erst in Davos beim „World Economic Forum“, dann bei der Münchner Sicherheitskonferenz und nun beim olympischen Männerslalom in Bormio dadurch auf, dass sie sich in Begleitung eines älteren Herrn mit bemerkenswert vollem, schlohweißen Haupthaar zeigte. Ein Mann, der in Italien eine der sehr schicken Jacken von Team USA trug, designt von der US-Mode-Ikone Ralph Lauren.

Es handelt sich bei dem rüstigen Senioren um Eric Schmidt, viele Jahre CEO von Google, Berater von Präsident Obama, bis 2020 Chairman der Google-Mutter Alphabet, also um einen einst sehr, sehr mächtigen und heute immerhin noch sehr, sehr reichen Mann („Bild“ kommt auf 31,5 Milliarden Euro, der „Bloomberg Billionaire Index“ auf 43,6 Milliarden Euro).

Schmidt ist mit bald 71 Jahren (am 27. April) aber eben auch sehr, sehr viel älter als die Frau an seiner Seite, genau gesagt 43 3/4 Jahre. Und damit ist er auch fast zwölf Jahre älter als Markus Söder selbst (gerade 59 geworden). Wie „Bild“ berichtete, sollen Schmidt und Burkandt „seit Herbst fast täglich zusammen sein“, sie hätten auch „den Jahreswechsel gemeinsam verbracht“. Ob es nun aber Liebe ist oder nur eine „intensive Freundschaft“? Die beiden Hauptdarsteller selbst schweigen. Sie bestätigen nichts, dementieren aber auch nichts.

Papa Markus sagte, darauf angesprochen bei einer Veranstaltung am Dienstagabend in Kempten bei der „Allgäuer Zeitung“, er wünsche sich, dass seine Kinder „sich gut entwickeln“. Dass sie ihr Leben gestalten, so wie sie möchten. Und „wenn sie damit glücklich sind, dann bin ich es auch“. Ob das auch für eines seiner Kinder gelte, welches aktuell auf den Titelseiten einer „Boulevardzeitung“ sei? Söder: „Ach, da weiß ich jetzt nicht, was Sie meinen.“

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Wenn man sich nun die Vergangenheit des Tech-Milliardärs anschaut, dann lässt sich zumindest vermuten, dass es sich um keine rein platonische Veranstaltung handeln wird. Schmidt ist zwar seit 1980 mit der Investorin und Philanthropin Wendy Schmidt, ebenfalls 70, verheiratet. Die beiden führen seit Langem aber eine „offene Ehe“. Affären, Freundinnen, alles offiziell kein Problem. Wendy Schmidt äußerte sich dazu bisher stets gelassen.

Eric Schmidts Penthouse in „Big Apple“ wurde bereits 2013 von „New York Magazine“ als „Sex Palast“ bezeichnet – Scheidung dennoch nach Angaben von Vertrauten des Paars völlig ausgeschlossen. Zuletzt soll vier Jahre lang die US-Tech-Unternehmerin Michelle Ritter seine Neben-Freundin gewesen sein. Nun also die Typ-Verwandte Gloria-Sophie, Tochter von Markus I., dem politischen Ziehkind des Laptop-Lederhosen-Edmund.

Wie immer bei so einem Altersunterschied stellt sich jeder die Frage: Warum? Was sieht sie in ihm? Auch wenn die beiden vermutlich mindestens 35,1 (wenn nicht 43,6) Milliarden Euro trennen: Es handelt sich bei ihr eben nicht, um einmal das traditionelle Beuteklischee alter, sehr reicher Milliardärsmänner zu bemühen – um ein (osteuropäisches) Model aus einfachen Verhältnissen, welches die finanzielle Chance ihres Lebens nutzt, sondern um eine Frau, die auch so bereits ein interessantes, finanziell nicht atemberaubendes, aber sorgenfreies Leben führte. Eine sehr gut aussehende, gut ausgebildete und bestens vernetzte Frau.

Und selbst wenn ihr die „Süddeutsche“ nach der Teilnahme an der ProSieben-Show „Deutschlands dümmste Promis“ Lücken in der Allgemeinbildung attestierte, „so tief wie der Walchensee“ (sie hatte u.a. Helmut Kohl nicht erkannt) – für einen Uniabschluss, einen Model- und Buchvertrag und ein Leben in New York City reichte es immerhin.

Bleibt also eigentlich nur eine Antwort, auf die Frage nach dem „Warum?“: Tatsächlich … Liebe.

Source: welt.de

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