Landesweite Warntage: Hier schrillen heute wieder die Handys


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Bei Millionen Deutschen schrillen heute wieder die Handys. In mehreren Bundesländern findet ein landesweiter Warntag statt.

Am 12. März wird es in vier deutschen Bundesländern wieder laut. Millionen von Smartphones und Handys werden gleichzeitig schrillen. Auch die Sirenen heulen auf. Aber keine Angst: Es handelt sich um Probealarme.

Warntage in vier Bundesländern

Im Rahmen landesweiter Warntage werden am heutigen Donnerstag die etablierten Warnsysteme getestet. Die Tests finden in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz statt. Alle Probealarme ertönen vormittags, teils jedoch zu leicht unterschiedlichen Zeiten.

In Hessen und Rheinland-Pfalz sollen die Warnungen gegen 10:00 Uhr erfolgen. Entsprechende Entwarnungen wird es voraussichtlich gegen 10:30 Uhr beziehungsweise 10:45 Uhr geben. In Bayern und NRW bimmelt es ab etwa 11:00 Uhr, die Entwarnungen werden laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wohl gegen 11:30 Uhr und 11:20 Uhr ertönen.

Was wird passieren?

Welche Warnmethoden getestet werden, ist von Region zu Region unterschiedlich. Das Land NRW kündigt zum Beispiel an, dass neben den Smartphones etwa 6.500 Sirenen aufheulen werden. Das sogenannte Modulare Warnsystem (MoWaS) ermögliche das Auslösen von Meldungen per Cell Broadcast und die „NINA“-Warn-App. Zudem wird es teils Lautsprecheransagen geben und auch Warnmeldungen via Social Media und über digitale Warntafeln werden verbreitet. Beispielsweise über das Fernsehen und den Hörfunk soll es ebenso Warnungen geben.

„Mit dem Probealarm wollen wir unser Warnsystem auf Herz und Nieren prüfen“, erklärt NRW-Innenminister Herbert Reul (73). „Nur so finden wir heraus, ob es zuverlässig funktioniert und wo wir vielleicht noch nachbessern müssen. Gleichzeitig möchten wir die Bevölkerung für das Thema Warnung sensibilisieren. Nur, wenn die Menschen Sirenentöne richtig einordnen können, wissen sie im Notfall was zu tun ist.“

Ähnlich ist es in Bayern: Auch hier werden etwa neben den Sirenen und Handywarnungen Dinge wie Lautsprecherdurchsagen oder Meldungen auf Stadtinformationstafeln zum Einsatz kommen. Vom Staatsministerium des Innern wird darauf hingewiesen, dass neben Tests per Cell Broadcast, „Nina“ oder „Katwarn“ beispielsweise auch „örtliche Warnmittel“ oder Apps ab 11:15 Uhr in verschiedenen Regionen ausgelöst werden können.

„Die aktuelle Sicherheitslage führt uns vor Augen, wie wichtig es ist, im Ernstfall schnell und zuverlässig über eine Gefahrenlage informiert zu werden“, kommentiert Hessens Innenminister Roman Poseck (55) den Warntag in einer Mitteilung. „Angesichts möglicher Stromausfälle, Extremwettereignisse oder anderer Gefahrensituationen ist eine schnelle und zuverlässige Warnung der Bevölkerung wichtiger denn je. Schließlich beginnt Sicherheit vor dem Ernstfall. […] Der Warntag zeigt: Wir handeln gemeinsam, vorausschauend und entschlossen, damit die Menschen in Hessen sich im Ernstfall auf uns verlassen können.“

In allen erwähnten Bundesländern finden landesweite Warntage in der Regel am zweiten Donnerstag im März statt. Ein bundesweiter Warntag ist wieder für den zweiten Donnerstag im September geplant. In diesem Jahr ist dies der 10. September.

SpotOnNews

Source: stern.de