Lage in Venezuela: Kann sich Venezuelas Regime an jener Macht halten?

Sie seien von einem schweren Knall geweckt worden. Kein Feuerwerk, sondern der trockene Schlag einer Detonation. So berichtet es eine Familie aus Caracas der ZEIT. Zwei weitere Explosionen seien gefolgt. Beim dritten Einschlag hätten sie das Zischen einer Rakete gehört. Hinter dem Hügel zur Luftwaffenbasis La Carlota sei Rauch aufgestiegen. Drei Stunden lang hätten danach Flugzeuge über der Stadt gedröhnt, hörbar, aber unsichtbar.

Als sie später von der Festnahme von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro erfuhren, hätten sie tief durchgeatmet und Gott gedankt. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten schien selbst die mächtigste Figur des Regimes nicht mehr unantastbar. Doch in der Hauptstadt Venezuelas sei es still geblieben. Kein Topfschlagen, keine feiernden Menschen. Sie alle hätten gewusst, dass das Regime noch an der Macht war. Und doch, sagen sie, fühlte es sich an, als wäre der Albtraum von Maduros Herrschaft bald vorbei.

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