Kurdische Streiter melden Tote: Iran soll mehrere ballistische Raketen aufwärts Peschmerga gefeuert nach sich ziehen

Kurdische Kämpfer melden ToteIran soll mehrere ballistische Raketen auf Peschmerga gefeuert haben

24.03.2026, 11:52 Uhr

Die Peschmerga sind in der autonomen Region Kurdistan im Irak aktiv. (Foto: dpa)

Obwohl die USA das Arsenal an ballistischen Raketen des Iran eigenen Angaben zufolge deutlich reduziert haben, kann Teheran anscheinend immer noch größere Angriffe durchführen. Nun geraten zum ersten Mal seit Kriegsbeginn die Kämpfer der kurdischen Peschmerga ins Visier.

Bei einem Raketenangriff auf einen Stützpunkt der kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak sind sechs Kämpfer getötet worden. Die Regierung der autonomen Kurdenregion machte den Iran für den Angriff verantwortlich. Der Iran habe „sechs ballistische Raketen“ auf die Peschmerga abgefeuert. Dabei seien sechs Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden.

Der Angriff sei in der Region Soran nahe der Grenze zum Iran erfolgt, sagte ein Sicherheitsbeamter, der anonym bleiben wollte. Die Peschmerga sind die Streitkräfte der autonomen Kurdenregion im Nordirak. Es war der erste Angriff auf sie seit Beginn des Iran-Kriegs. Auf Erbil, die Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, gab es allerdings schon mehrfach Attacken. Dort befindet sich unter anderem eine US-Basis. Auch zivile Einrichtungen wurden getroffen.

Die Peschmerga sind mit der Führung im Iran und deren verbündeten Milizen, die auch im Irak agieren, verfeindet. In den vergangenen Wochen wurde immer wieder über ein Eintreten der Kurden an der Seite der USA in den Krieg spekuliert. Dies bezog sich jedoch auf die iranischen Kurden im Irak und nicht die Peschmerga. Zu einem Eingreifen kam es letztlich nicht.

Iraks Nachbarland Iran war Ende Februar von Israel und den USA angegriffen worden, worauf es mit Gegenangriffen auf Israel und US-Stellungen in der Region reagierte. Raketen und Drohnen fliegen seitdem immer wieder über den Irak hinweg oder treffen Ziele in dem Land.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

Source: n-tv.de