Kulturzentrum war Trump zu woke: Kennedy Center in Washington bekommt neuen Leiter

Kulturzentrum war Trump zu wokeKennedy Center in Washington bekommt neuen Leiter

14.03.2026, 05:23 Uhr

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Nach der Umbenennung boykottieren zahlreiche Künstler die Einrichtung. (Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa)

Neuer Name, bauliche Veränderungen und Donald Trump als Vorsitzender des Direktoriums. Der US-Präsident krempelt das Kennedy Center seit Amtsantritt radikal um. Der neue Leiter der Kultureinrichtung kommt wie einst Trump aus der Immobilienbranche.

Das mittlerweile umbenannte renommierte Kennedy Center in Washington bekommt einen neuen Präsidenten. Der bisherige Leiter des „Trump Kennedy Centers“, Richard Grenell, werde von Matt Floca abgelöst, teilte US-Präsident Donald Trump bei Truth Social mit. Grenell habe „während der Übergangsphase hervorragende Arbeit bei der Koordination verschiedener Bereiche des Zentrums geleistet“, lobte Trump den früheren US-Botschafter in Deutschland.

Matt Floca hat derzeit den Posten als Vizepräsident für Gebäudemanagement beim Kennedy Center inne. Laut seiner Biografie verfügt er über Erfahrungen im Baumanagement und im Immobiliensektor.

Trump hatte das Kennedy Center nach seinem Amtsantritt im Januar vergangenen Jahres als „woke“ angeprangert. Er setzte seinen Gefolgsmann Grenell als Präsidenten ein. Zudem besetzte Trump das Direktorium neu und ließ sich selbst zum Vorsitzenden wählen. Im Dezember drückte er der angesehensten Kultureinrichtung in Washington zudem seinen Stempel auf – sie trägt seitdem seinen Namen und heißt nun „Trump Kennedy Center“.

Anfang Februar wurde das Kennedy Center für eine Dauer von zwei Jahren geschlossen. Es soll ab dem 4. Juli renoviert werden. Das 1971 eröffnete Kulturzentrum war nach dem 1963 ermordeten Demokraten John F. Kennedy ernannt worden, der mit seiner Frau zu Lebzeiten Geld für den Bau gesammelt hatte. Es war bisher eine über alle Parteien stehende Einrichtung mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich. Nach der umstrittenen Umbenennung durch Trump boykottieren zahlreiche Künstler und Künstlerinnen die Einrichtung.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

Source: n-tv.de