Wenige Wochen nach dem „DeepSeek-Schock“ hat OpenAI eine verbesserte Version seiner Künstlichen Intelligenz (KI) ChatGPT präsentiert. „’GPT-4.5′ ist das erste Modell, das sich für mich so anfühlt, als würde ich mit einem aufmerksamen Menschen sprechen“, schrieb OpenAI-Chef Sam Altman auf dem Kurznachrichtendienst X. „Ich hatte mehrere Momente, in denen ich mich in meinem Stuhl zurücklehnte und erstaunt war, dass ich tatsächlich gute Ratschläge von einer KI erhielt.“
Die neue Version liefere akkuratere Antworten als die bisherigen KI-Modelle und halluziniere weniger, ergänzte OpenAI in einem Blog-Beitrag. Experten bezeichnen die Tendenz von KI, manchmal faktisch falsche Informationen zu liefern, als Halluzination. „GPT-4.5″ sei aber keine logisch denkende KI und werde bei Vergleichstests die Konkurrenz wohl nicht deklassieren, räumte OpenAI-Chef Altman ein. „Es ist eine andere Art von Intelligenz, die eine Magie ausstrahlt, die ich noch nie zuvor gespürt habe.“
Im weltweiten Wettrennen um die technologische Führung ziehen KI-Firmen das Tempo an, nachdem DeepSeek im Januar weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Die Software „R1″ des chinesischen Startups ist ChatGPT & Co ebenbürtig, obwohl die Entwicklung nur einen Bruchteil der sonst üblichen Summen gekostet hat und das Programm mit deutlich weniger Rechenpower auskommt. Wenige Stunden vor OpenAI hatte der chinesische Konzern Tencent eine verbesserte Version seiner KI vorgestellt. DeepSeek wiederum will Insidern zufolge die Premiere des „R1″-Nachfolgers vorziehen.