Kuba: Mexiko warnt vor humanitärer Krise gen Kuba durch US-Zolldrohungen

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat die angekündigten Zollmaßnahmen der USA gegen Kubas Öllieferanten am Freitag als „kriminell“ bezeichnet. Auf der Plattform X schrieb er, dass die neue Maßnahme die Natur der in den USA regierenden Clique zeige. 

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum warnte nach den Zolldrohungen vor einer humanitären Krise in Kuba, die „Krankenhäuser, die Lebensmittelversorgung und andere grundlegende Dienstleistungen für die kubanische Bevölkerung betrifft“. Die kubanische Bevölkerung befinde sich bereits jetzt in einer schwierigen Lage.

Mexiko will eigenes Land nicht gefährden

Die mexikanische Regierung werde sich an US-Außenminister Marco Rubio wenden, um die genauen Details von US-Präsident Donald Trumps Verordnung zu erfahren, sagte Sheinbaum. „Wir wollen unser Land in Bezug auf die Zölle nicht gefährden.“ Außerdem wolle man bekräftigen, dass eine humanitäre Krise auf Kuba verhindert werden müsse. 

Trump hatte am Donnerstag einen nationalen Notstand wegen einer angeblichen Sicherheitsbedrohung durch Kuba ausgerufen. Er erhob außerdem Zölle auf Waren aus Ländern, die Erdöl an Kuba verkaufen. Mexiko ist einer der größten Öllieferanten des von der Kommunistischen Partei regierten Staates. Und gleichzeitig der wichtigste Handelspartner der USA. 

Kuba befindet sich aktuell in einer ihrer schwersten Wirtschaftskrisen seit dem Sieg der Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959. Aktuell kommt es wegen des schlechten Zustands des Stromnetzes und des Erdölmangels immer wieder zu Stromausfällen. Oftmals gibt es zwölf oder mehr Stunden am Tag keinen Strom. 

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