Kuba: Kuba will nachdem Vermittlung vom Vatikan Gefangene freilassen

Nach Gesprächen mit Vertretern des Vatikans hat die kubanische Regierung die Freilassung von 51 Gefangenen angekündigt. Diese würden „in einem Geist des guten Willens und der engen Beziehungen zwischen dem kubanischen Staat und dem Vatikan“ in den kommenden Tagen freigelassen werden, teilte das kubanische Außenministerium mit. Die Gefangenen hätten „einen bedeutenden Teil ihrer Strafe“ verbüßt.

Ende Februar hatten sowohl der kubanische Außenminister
Bruno Rodríguez als auch der US-Geschäftsträger in Havanna, Mike
Hammer, Rom besucht. Dies hatte die Spekulationen über eine mögliche
Vermittlerrolle des Vatikans in dem Konflikt ausgelöst. Danach sagte der
vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin laut dem
Nachrichtenportal des Vatikans, dass sich der Heilige Stuhl um „eine
dialogorientierte Lösung der bestehenden Probleme“ auf Kuba bemühe.

Die katholische Kirche agiert seit Jahrzehnten als Vermittler zwischen Kuba und den USA bei der Freilassung politischer Gefangener. Sie ist zudem ein wichtiger Bestandteil der kubanischen Gesellschaft. Nach Angaben der im Ausland ansässigen Menschenrechtsorganisation Justicia11J sind in Kuba 760 Personen aus politischen Gründen inhaftiert.

Papst Leo XIV. sprach von großer „Besorgnis“ über die
zunehmenden Spannungen zwischen Kuba und den USA. Er rief alle Seiten
dazu auf, „Gewalt zu vermeiden“.

Konflikt zwischen USA und Kuba

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den USA
und Kuba. US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme des
venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem
US-Militäreinsatz die Öllieferungen Venezuelas an Kuba unterbinden lassen.
Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen
US-Zöllen. Die Ölblockade hat die Wirtschaftskrise in dem kommunistisch
regierten Karibikstaat verschärft. Aktuell steckt Kuba in einer seiner schwersten Wirtschaftskrisen seit der Revolution von Fidel Castro 1959.

Zudem hat Trump wiederholt von einem baldigen Ende der kommunistischen Regierung
in Kuba gesprochen. „Ich werde mich um Kuba kümmern“, sagte
Trump am vergangenen Samstag bei einem Treffen mit Staatschefs verbündeter
lateinamerikanischer Länder in der Nähe von Miami. „Kuba befindet sich in
den letzten Momenten seines Lebens.“

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