Die Verbindung nach Kuba reißt schnell ab. Die US-Ölblockade hat das Land in eine Krise gestürzt, das brüchige Elektrizitätsnetz lässt Anrufe unterbrechen. Oft sind die Kubaner wegen eines Stromausfalls tagelang nicht erreichbar.
Kommt man trotzdem durch, erzählen sie von einer lähmenden Angst auf der Insel. Seit dem US-Angriff auf den Iran fürchten viele Kubaner, die USA könnten als Nächstes auf ihre Heimat zielen. Ohne Rücksicht auf die Bevölkerung, ihre Familien und Nachbarn einfallen.
Die Kubaner haben genügend Grund, sich zu fürchten: Sie sehen, wie der Urheber der kubanischen Krise – US-Präsident Donald Trump – sich im Siegesrausch wähnt. Im Januar ließ er Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro gewaltsam festnehmen und kontrolliert seitdem das verbliebene Regime. Seit Ende Februar führen die USA gemeinsam mit Israel Krieg gegen den Iran und töteten dabei Staatsoberhaupt Ali Chamenei. Trump ist auf Kriegskurs.