Kuba: Donald Trump rät Kuba zu Deal, „bevor es zu spät ist“

US-Präsident Donald Trump hat Kuba erneut mit einem Stopp von Öl- und Geldlieferungen gedroht. Nach der
Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro
 durch
US-Elitesoldaten werde „kein weiteres Öl oder Geld nach Kuba gehen“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. „Ich rate ihnen dringend,
einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist.“ Worin genau eine
Vereinbarung bestehen sollte oder was bei einem Nichtzustandekommen passieren
würde, schrieb Trump nicht. Da Venezuela nun vom US-Militär beschützt werde, brauche das südamerikanische Land keine Sicherheitsdienstleistungen mehr aus Kuba, sagte er. 

Kuba ist seit Jahrzehnten ein
enger Verbündeter Venezuelas und ein Feind der Vereinigten Staaten. Kuba erhält von Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter
kubanischer Ärzte. Zudem sind nach Einschätzung von Experten zahlreiche
kubanische Geheimdienstagenten in Venezuela im Einsatz. Soldaten und
Geheimdienstler aus Kuba waren auch für die persönliche Sicherheit von
Maduro verantwortlich.

Außenminister spricht von „kriminellem“ Verhalten der USA

Kubas Außenminister Bruno Rodriguez warf den USA nun ein „kriminelles“
Verhalten vor, das den Weltfrieden gefährde. Auf der Internetplattform X
schrieb er, sein Land lasse sich von den USA nicht erpressen und nicht
militärischem Zwang unterwerfen. Er sagte außerdem: „Kuba erhält weder
finanzielle noch materielle Vergütung für Sicherheitsdienstleistungen,
die es für ein anderes Land erbringt, noch hat es das jemals
getan“. Kuba habe das Recht, Treibstoff aus jedem Land zu importieren,
das bereit sei, diesen zu exportieren.

Auch Kuba werde bald „fallen“, hatte Trump vor einer Woche gesagt. Ein militärisches Eingreifen sei auf Kuba nicht nötig. Ohne Öl aus Venezuela würde die kommunistische Herrschaft
in Havanna ohnehin zusammenbrechen, sagte er.

Der US-Geheimdienst CIA soll jedoch diese ⁠Einschätzung Trumps nicht
eindeutig stützen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von ⁠vertrauten
Personen erfuhr. Die CIA sei allerdings der Ansicht, ⁠dass wichtige
Sektoren der kubanischen Wirtschaft, wie Landwirtschaft und Tourismus,
durch häufige Stromausfälle, Handelssanktionen und andere Probleme stark
belastet sind. Der drohende Verlust von Ölimporten und anderer
Unterstützung aus Venezuela könne die Regierungsführung der
kommunistischen ⁠Führung, die seit Fidel Castros Revolution von 1959
über Kuba herrscht, erheblich erschweren. 

Die kommunistisch regierte
Insel vor der Küste des US-Bundesstaats Florida ist seit Langem im Fokus des
heutigen US-Außenministers Marco Rubio, ein Sohn kubanischer
Einwanderer.

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