In Genf traf sich auch der Kreml-Gesandte Kirill Dmitrijew mit Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Laut Kremlsprecher Peskow ging es dabei erneut um künftig mögliche Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und den USA. Dmitrijew habe auch Kremlchef Wladimir Putin über die Kontakte informiert. Details nannte Peskow nicht. Wenn es Ergebnisse gebe, werde die Öffentlichkeit informiert, sagte er.
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete unter Berufung auf Kontakte in der Flugsicherheit, dass die Europäer bei Dmitrijews Rückflug Schwierigkeiten mit den Flugrouten gemacht hätten. Wegen der EU-Sanktionen bestehen für russische Flugzeuge weitgehend Flugverbote, weshalb die Sonderflüge immer direkt ausgehandelt werden müssen. Die Russen beklagen dabei oft Behinderungen und bevorzugen Abu Dhabi für die Treffen.
Die direkten Verhandlungen der Ukraine und Russlands unter amerikanischer Vermittlung waren zuletzt ins Stocken geraten. Beide Seiten warfen sich vor, lieber auf dem Schlachtfeld um einen Sieg zu kämpfen, als am Verhandlungstisch um eine Lösung zu ringen. Vor allem besteht Russland darauf, dass die Ukraine auch jene Gebiete in der Region Donezk aufgibt, die sie weiter unter ihrer Kontrolle hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt solche „Geschenke“ ab.
Source: faz.net