Krieg im Iran: Von welcher Leyen schlägt Maßnahmen zur Senkung welcher Energiepreise vor

Die Europäische Union bereitet laut der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Optionen zur Senkung der Energiepreise vor. Dazu gehörten die bessere ​Nutzung von Stromabnahmeverträgen, staatliche Beihilfen sowie Subventionen ‌oder ⁠Obergrenzen für ​Gaspreise.

Von der Leyen forderte indirekt auch EU-Staaten zu eigenen Maßnahmen auf: ​In manchen Ländern sei die Besteuerung von Gas sehr viel höher als die des elektrischen Stroms. Hier gebe es Raum für entlastende Maßnahmen. Die CDU-Politikerin sagte, die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen habe in den ersten zehn Tagen des Irankrieges Mehrkosten von drei Milliarden Euro verursacht.

Aufhebung russischer Sanktionen sei ein „strategischer Fehler“

Eine schnelle Aufhebung der Sanktionen gegen Russland schloss die 67-Jährige angesichts der hohen Energiekosten jedoch kategorisch aus. Europa würde einen strategischen Fehler begehen, wenn es versuchen würde, die steigenden Energiepreise durch eine Rückkehr zu russischen fossilen Brennstoffen zu dämpfen, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission.

„In der aktuellen Krise argumentieren einige, dass wir unsere langfristige Strategie aufgeben und sogar zu russischen fossilen Brennstoffen zurückkehren sollten. Das wäre ein strategischer Fehler“, sagte von der Leyen in ihrer Rede vor dem Europäischen Parlament.

IEA-Mitgliedsstaaten könnten Notfallölvorräte freigeben

Zuletzt sind die Preise für Erdöl und Erdgas an den Börsen stark gestiegen. Wer viel Auto fährt oder einen dynamischen Stromtarif hat, zahlt bereits kräftig drauf. An der Chicagoer Börse lag der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zuletzt bei rund 88 US-Dollar, umgerechnet etwa 76 Euro.

Laut dem Wall Street Journal erwägt die Internationale Energieagentur (IEA) wegen der steigenden Energiepreise die größte Freigabe von Notfallölvorräten in ihrer Geschichte. Diese würde die Freigabe von 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedsstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung. Der Vorschlag wurde demnach am Dienstag auf einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder besprochen, eine Entscheidung wird für diesen Mittwoch erwartet.

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