US-Präsident Donald Trump hat Länder, die sich nicht an den US-amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran beteiligt hatten, dazu aufgefordert, Öl von den USA
zu kaufen sowie in die Straße von Hormus zu fahren, um es sich „einfach zu holen“. Auf seiner Onlineplattform schrieb Trump: „Ich habe einen Vorschlag für euch: Erstens kauft bei den USA, wir haben reichlich, und zweitens fasst endlich Mut, fahrt zur Straße und HOLT ES EUCH einfach.“ Der
Vorschlag gehe an alle Länder, die wegen der Blockade der Straße von Hormus kein Kerosin bekommen könnten, schrieb Trump, wobei er Großbritannien hervorhob.
Zugleich drohte der US-Präsident mit einem Ende des militärischen Beistands der Vereinigten Staaten, auch für Nato-Länder. „Ihr
müsst anfangen zu lernen, wie man für sich selbst kämpft; die USA
werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen, genauso wie ihr nicht für
uns da wart“, schrieb Trump. Der Iran sei klein gemacht worden, die harte Arbeit sei getan. „Holt euer eigenes Öl“, schloss Trump an seine bisherigen Verbündeten gerichtet.
Kritik an Frankreich
In einem weiteren Post kritisierte Trump Frankreich explizit. „Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen sollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert“, schrieb er. „Frankreich hat sich in Bezug auf den ‚Schlächter des Iran‘, der nun erfolgreich ausgeschaltet wurde, SEHR UNKOOPERATIV verhalten! Die USA WERDEN DAS NICHT VERGESSEN!“ Was daraus folgen solle, schrieb er nicht.
Trump hatte sich zuletzt zunehmend unzufrieden mit seinen Verbündeten gezeigt. Er hatte offenbar erwartet, dass die Nato-Staaten neben Israel ebenfalls in den Krieg eintreten oder ihre Ressourcen zur Verfügung stellen. Den Angriff auf den Iran hatte er jedoch zuvor weder mit den Vereinten Nationen noch den Nato-Verbündeten abgesprochen. Den Nato-Staaten drohte er bereits damit, dass die USA ihnen nicht mehr zu Hilfe kommen könnten. Mehrere Staaten, darunter Deutschland, äußerten sich zu dem Krieg zuletzt zunehmend kritisch.
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