Krieg gegen die Ukraine: Russische Angriffe zerhackstückeln Stromleitungen von Atomkraftwerken


  • Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier.
  • Russische oder ukrainische Angaben zu Details einzelner Angriffe und zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
  • Wie wir bei der ZEIT Nachrichten zum Ukrainekrieg machen, finden Sie hier.

Russische Befestigungsanlagen

Russische Kontrolle

Vortag

seit Kriegsbeginn

vor Kriegsbeginn

Zurückerobert

Vortag

seit Kriegsbeginn

Zusätzl. erobert

Quelle: Institute for the Study of War, AEI Critical Threats Project


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UN-Mission verzeichnet starken Anstieg ziviler Opfer

Im vergangenen Jahr wurden in der Ukraine deutlich mehr Zivilisten getötet und verletzt als 2024. Das berichtet die UN-Mission zur Überwachung der Menschenrechtslage in dem Land.

Demnach wurden in der Ukraine im vergangenen Jahr mindestens 2.514 Zivilisten getötet und 12.142 verletzt. Die Gesamtzahl der Opfer sei gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent gestiegen. Das vergangene Jahr sei "das tödlichste" seit 2022 gewesen, teilte die UN-Mission mit.

Fast zwei Drittel der Opfer lebten demnach in frontnahen Gebieten. Oft treffe es ältere Menschen, die trotz heranrückender russischer Truppen häufiger als andere in ihren Wohnorten blieben. 96 Prozent aller Getöteten oder Verletzten lebten nach UN-Angaben auf ukrainisch kontrolliertem, vier Prozent auf russisch besetztem Gebiet.

Die UN-Mission warnte zudem davor, dass der zunehmende Einsatz von Drohnen auf dem Schlachtfeld zu mehr zivilen Opfern führe. Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl von Menschen, die durch kleine Drohnen mit kurzer Reichweite getötet oder verletzt wurden, um 120 Prozent gestiegen:

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Seit Kriegsbeginn sind nach UN-Angaben mindestens 14.999 Zivilisten getötet und 40.601 verletzt worden. Dabei handelt es sich um ausschließlich zweifelsfrei bestätigte Fälle. Die Dunkelziffer ist unbekannt. So befürchtet die Ukraine allein in der von Russland 2022 schwer zerstörten südukrainischen Großstadt Mariupol Zehntausende Getötete. Luftaufnahmen von Massengräbern in der Nähe der Stadt legen nahe, dass dort mindestens 8.000 nicht identifizierte Zivilisten getötet wurden. 

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Selenskyj warnt vor umfangreichem russischen Luftangriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Ukrainerinnen und Ukrainer vor groß angelegten russischen Luftangriffen gewarnt. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach die russische Regierung derartige Attacken vorbereite, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Diese könne in den nächsten Tagen geschehen, sagte er.

Russland wolle die Kälte ausnutzen, sagte Selenskyj. In vielen Regionen der Ukraine fallen die Temperaturen nachts derzeit in den zweistelligen Minusbereich, Russland beschießt derweil intensiv die ukrainische Energieinfrastruktur.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Selenskyj vor einem umfangreichen Angriff Russlands in der Nacht gewarnt. Tatsächlich attackierte Russlands Militär die Ukraine in der Nacht zum Freitag. In der Hauptstadt Kyjiw kam es in der Folge zu so heftigen Ausfällen von Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung, dass Bürgermeister Vitali Klitschko zum vorübergehenden Verlassen der Stadt riet. 

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Tote und Verletzte nach russischen Angriffen 

Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw im Nordosten der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet worden. Bei dem Angriff wurden zudem sechs weitere Menschen verletzt, teilte der Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Zuvor hatte Synehubow auf Telegram zwei Todesopfer gemeldet.
Nach Angaben des Bürgermeisters von Charkiw, Ihor Terechow, traf eine russische Langstreckendrohne eine medizinische Einrichtung für Kinder und löste ein Feuer aus. Auch in der Hauptstadt Kyjiw war die Luftabwehr wegen russischer Angriffe aktiv. 

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Ukrainisches Parlament bestätigt Mychajlo Fedorow als neuen Verteidigungsminister

Der frühere Digitalisierungsminister der Ukraine, Mychajlo Fedorow, ist neuer Verteidigungsminister des Landes. Im Parlament stimmte eine deutliche Mehrheit von 277 Abgeordneten für die Ernennung. Tags zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits versucht, Fedorow einzusetzen. Es waren aber nicht hinreichend Abgeordnete im Parlament anwesend, um eine Abstimmung über seine Kandidatur anzusetzen.

Fedorow ist bereits der vierte Verteidigungsminister der Ukraine seit dem Überfall Russlands im Februar 2022.

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Ukraine ruft nach russischen Angriffen den Notstand für den Energiesektor aus

Die ukrainische Regierung hat wegen der schweren Schäden im Energiesektor und der anhaltenden russischen Angriffe den Notstand ausgerufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte auf der Onlineplattform X mit: Die Folgen der Angriffe seien "schwerwiegend" und stellten angesichts der sich verschlechternden Wetterbedingungen eine Herausforderung dar.

Nach Angaben Selenskyjs ist besonders die Hauptstadt Kyjiw betroffen, wo demnach Reparaturteams und Versorger weiterhin rund um die Uhr an der Wiederherstellung von Strom- und Wärmeversorgung arbeiten. "Es wird eine ständige Koordinierungszentrale eingerichtet, um die Lage in der Stadt zu bewältigen", schrieb der ukrainische Präsident. "Insgesamt wird für den Energiesektor der Ukraine der Ausnahmezustand ausgerufen.”

Zu den Beschlüssen der Notstandsregelung gehören außerdem die Überarbeitung der Ausgangssperren und die Einführung einer Deregulierung für den Anschluss von Notstromaggregaten. Selenskyj sagte zudem, dass auch daran gearbeitet werde, das "Volumen der Stromimporte in die Ukraine deutlich zu erhöhen“.

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Selenskyj kündigt neue Gespräche mit den USA an

Eine ukrainische Delegation reist nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj in die USA. Dort soll sie die Gespräche über Sicherheitsgarantien für die Ukraine sowie über die Finanzierung des Wiederaufbaus weiterführen, kündigte der ukrainische Präsident an.

Weiter sagte Selenskyj, er hoffe auf einen baldigen Abschluss der Gespräche. So könnten kommende Woche endgültige Vereinbarungen am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos unterzeichnet werden. Die USA werden dort mit einer ungewöhnlich großen Delegation vertreten sein.

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Art und Laufzeit der US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine für die Zeit nach einem Waffenstillstand sind noch unbekannt. Die USA und die Ukraine haben sich in den vergangenen Monaten zwar in ihren Positionen angenähert. Eine Einigung auf die von der Ukraine geforderten rechtlich bindenden Unterstützungsgarantien gab es bisher jedoch nicht. 

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Kyjiw hat nur die Hälfte des notwendigen Stroms

Der ukrainischen Hauptstadt steht nur die Hälfte des benötigten Stroms zur Verfügung. Das gab Bürgermeister Vitali Klitschko bekannt. "Es ist das erste Mal in der Geschichte unserer Stadt, dass bei so strengem Frost im größten Teil der Stadt die Heizung ausgefallen ist und es einen massiven Strommangel gibt", sagte Klitschko.

Derzeit könnten 100 Wohnhochhäuser in Kyjiw nicht beheizt werden. Vorgestern waren es noch Angaben der Militärverwaltung Kyjiws noch 400. Laut Klitschko wurde die Wärmeversorgung damit größtenteils wiederhergestellt: Nach einem russischen Luftangriff auf Kyjiw am vergangenen Freitag war zeitweise die Wärmeversorgung von 6.000 Wohnhochhäusern ausgefallen.

Allerdings teilte Klitschko weiter mit, dass bis Anfang Februar sämtliche Schulen geschlossen bleiben sollen. Die Schließung werde am Montag beginnen und bis 1. Februar andauern. Die Behörden der Hauptstadt gaben zudem bekannt, die Straßenbeleuchtung auf ein Fünftel zu dimmen und sämtliche dekorative Beleuchtung abzuschalten.

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Die ukrainische Regierung hat in den vergangenen Tagen mehrfach Kritik an der Verwaltung Kyjiws geäußert. Die Stadt war laut Energieminister Denys Schmyhal und Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht ausreichend auf Stromausfälle vorbereitet. Selenskyj und Klitschko sind allerdings politische Gegner, die sich regelmäßig gegenseitig kritisieren.

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Selenskyj warnt vor weiteren russischen Luftangriffen 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor neuen massiven russischen Luftangriffen gewarnt. "Bitte beachtet die Luftalarme", sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Zugleich kritisierte er die westlichen Verbündeten. "Wir reden ehrlich mit den Partnern über die notwendigen Raketen für die Flugabwehr und Flugabwehrsysteme. Die Lieferungen reichen nicht aus", sagte Selenskyj. Die Ukraine drängt die Partnerstaaten zu einer Beschleunigung des Lieferprozesses.

In der Ukraine herrscht seit Tagen starker Frost und in den Nächten sinken die Temperaturen teils auf minus 20 Grad. Zugleich hat das russische Militär durch systematische Raketen- und Drohnenangriffe auf Energieanlagen Ausfälle bei der Versorgung mit Strom und Fernwärme in weiten Landesteilen verursacht. Besonders schwer ist die Lage in der Hauptstadt Kyjiw, in der es seit Tagen zu Notabschaltungen des Stroms kommt. 

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Feuerpause unweit von Atomkraftwerk Saporischschja vereinbart

Für die Reparatur einer beschädigten Stromleitung haben die Kriegsgegner Ukraine und Russland zum vierten Mal eine örtliche Feuerpause unweit des Atomkraftwerks Saporischschja vereinbart. "Techniker des ukrainischen Stromnetzbetreibers werden voraussichtlich in den kommenden Tagen mit den Reparaturarbeiten an der 330-Kilovolt-Leitung beginnen", teilte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) mit. Ein IAEA-Team werde die Arbeiten überwachen.

Die Leitung war demnach vor zwei Wochen infolge von Kämpfen beschädigt worden. Anlagen des stillgelegten und von russischen Truppen besetzten AKW seien nur über die verbliebene 750-Kilovolt-Leitung mit Strom versorgt worden. Zwar wurden alle Reaktoren inzwischen heruntergefahren, für die Kühlung ist jedoch weiter Strom notwendig, der über zwei immer wieder durch Beschuss beschädigte Stromleitungen bereitgestellt wird. Bei einem Ausfall der Stromversorgung werden Dieselgeneratoren genutzt.

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Kyjiws Bürgermeister Klitschko meldet Fortschritte bei der Wiederherstellung der Fernwärme

Nach dem großflächigen Heizungsausfall in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw kommt die Reparatur der Fernwärmeversorgung nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko voran. Auf Telegram teilte er mit, dass derzeit noch rund 50 Wohnblocks ohne Heizung seien. Nach den schweren russischen Luftangriffen vom 9. Januar hatten zeitweise rund 6.000 Häuser – etwa die Hälfte aller Wohngebäude der Stadt – keinen Anschluss mehr an die Fernwärme.

"Die kommunalen Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr", teilte Klitschko mit. In Kyjiw herrschen strenge Wintertemperaturen, nachts fallen die Werte auf bis zu minus 16 Grad. Viele Gebäude sind bereits stark ausgekühlt.

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Deutlich angespannter bleibt die Stromversorgung in der ukrainischen Hauptstadt. Aufgrund von Notabschaltungen bekommen viele Haushalte nur wenige Stunden am Tag Strom. Durch einen weiteren russischen Angriff auf das Umland in der Nacht zum Samstag fiel im Vorort Butscha für rund 56.000 Haushalte der Strom aus, wie der Energieversorger DTEK mitteilte. Auch in den Vororten Browary und Boryspil gebe es Notabschaltungen. Das Winterwetter erschwert die Reparaturarbeiten zusätzlich.

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Ukraine wirft Russland Planung gravierender Angriffe auf Energiesystem vor

Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR sollen russische Streitkräfte Angriffe auf Umspannwerke planen, über die der Strom von den Atomkraftwerken des Landes geleitet wird. Man habe Erkenntnisse dazu, dass Russland mehrere Umspannwerke in der Ukraine angreifen könnte, teilte der Geheimdienst auf Facebook mit.

Demnach sollen russische Truppen im Januar insgesamt zehn strategisch wichtige Einrichtungen ausgespäht haben. Das Ziel eines solchen Angriffs wäre, die ukrainischen Atomkraftwerke vom Stromnetz zu trennen, hieß es weiter. Noch mehr Menschen müssten dann im Winter ohne Strom und Heizung auskommen.

Angesichts der russischen Angriffe auf das ukrainische Energienetz hängt die Stromversorgung der Ukraine besonders stark von den Atomkraftwerken des Landes ab. Neben dem russisch besetzten AKW Saporischschja gibt es in der Ukraine drei weitere aktive Atomkraftwerke auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet.

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Ukrainische Delegation meldet keinen Fortschritt bei Gesprächen mit USA

Zwei Tage nach Eintreffen einer ukrainischen Delegation in den USA hat sich erstmals ein Vertreter des Landes zu den dort laufenden Gesprächen geäußert. "Wir hatten substanzielle Diskussionen über die wirtschaftliche Entwicklung (…) und Sicherheitsgarantien für die Ukraine", schrieb Delegationsmitglied Rustem Umjerow auf X. Neben ihm zählten Wolodymyr Selenskyjs Stabschef Kyrylo Budanow und Dawid Arachamija, der Fraktionschef von Selenskyjs Partei, zur ukrainischen Delegation. Für die USA führten unter anderem Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner die Gespräche.

Umjerow schrieb nichts über eine Einigung bei offenen Fragen wie Gebietsabtretungen seitens der Ukraine und konkreten Vereinbarungen zu Art und Laufzeit von US-Sicherheitsgarantien. "Wir haben uns darauf verständigt, die Arbeit auf Ebene der (Verhandlungs-)Teams bei der nächsten Runde der Gespräche in Davos fortzusetzen", gab Umjerow lediglich bekannt. 

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Zuvor hatte der ukrainische Präsident Selenskyj gesagt, er hoffe, bei dem Weltwirtschaftsforum in Davos kommende Woche eine Vereinbarung mit den USA unterzeichnen zu können. Bei dem Treffen wird auch US-Präsident Donald Trump erwartet. Umjerows Ankündigung, wonach die Delegationen in Davos weiter miteinander sprechen wollen, stellt jedoch den von Selenskyj erhofften Zeitplan infrage.

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Energieversorgung in der Ukraine steht wohl kurz vor Kollaps

Die fortgesetzten russischen Angriffe auf die Ukraine haben die Infrastruktur und Energieversorgung des Landes in die Nähe "eines Kollaps" gebracht. Das teilte das ‍Auswärtige Amt in Berlin mit. Das Außenministerium ​habe noch einmal 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe ‌zur Verfügung gestellt, sagte ein Sprecher. Die Menschen litten unter extremer Kälte und den russischen Angriffen auf die ⁠Energieinfrastruktur.

Man unterstütze Bargeldhilfen für Menschen in ​Gebieten nahe der Front zur Anschaffung der nötigsten Güter, von Notstromaggregaten für Schutzräume, Heizsystemen, Kleidung und Decken. Man schaue, was noch an Schritten möglich sei. Das Entwicklungsministerium verweist ⁠auf ein Winterhilfe-Unterstützungspaket über 50 Millionen Euro, das man geschnürt habe. 

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Ukraine meldet Tote bei russischem Angriff auf Charkiw 

Russland hat ukrainischen Angaben zufolge die ostukrainische Großstadt Charkiw mit Gleitbomben angegriffen. Bei dem Angriff sei mindestens eine Frau getötet worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. Elf Menschen seien verletzt worden.

Russische Flugzeuge hätten am Nachmittag drei Gleitbomben abgeworfen, schrieb Synjehubow. Diese seien in einem Viertel mit Einfamilienhäusern eingeschlagen. 

Bei den Gleitbombengriffen bleiben die russischen Jets im eigenen Luftraum, die Bomben gleiten kilometerweit bis zum Ziel. Charkiw liegt nur gut 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. 

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Selenskyj kündigt neues Luftverteidigungssystem an

Die ukrainischen Streitkräfte führen nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein neues Luftverteidigungssystem ein, um ihr bestehendes System zu transformieren. Dieses bestehe aus kleinen Gruppen, die Abfangdrohnen einsetzten, während sich die Ukraine auf neue massive russische Angriffe vorbereite, sagte Selenskyj.

Angesichts einer Reihe russischer Angriffe und damit verbundenen Strom- und Heizungsausfällen für Tausende Ukrainerinnen und Ukrainer hatte Selenskyj wiederholt eine Verstärkung der Luftabwehr gefordert sowie stärkere Unterstützung durch die westlichen Verbündeten der Ukraine.

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Selenskyj meldet Festnahme von mutmaßlichem russischen Mörder

Der Geheimdienst der Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen mutmaßlichen russischen Mörder gefangen genommen. Dieser soll neun ukrainische Kriegsgefangene getötet haben. Die Tat habe sich im russischen Gebiet Kursk ereignet, teilte Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft mit. Der genaue Zeitpunkt der Taten blieb zunächst unklar. "Wir werden jeden russischen Mörder finden, und jeder wird zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Selenskyj weiter. Die Vorwürfe ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

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Russland greift Kyjiw mit Drohnen und Raketen an

Russische Streitkräfte haben einen Drohnen- und Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw gestartet. Mindestens eine Person wurde verletzt, wie lokale Beamte mitteilten.

Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf Telegram, dass ein Angriff auf das Ostufer des Dnipro-Flusses ein Gebäude getroffen und eine Person verletzt habe. Drohnenfragmente seien in einem Gebiet niedergegangen und die Stromversorgung sei unterbrochen worden. 

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Tymur Tkatschenko, Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, sagte, ein Lagerbereich sei beschädigt und mehrere Autos in Brand gesetzt worden.

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Russische Angriffe treffen offenbar Energieinfrastruktur und Wohngebäude in der Ukraine

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine ist nach ukrainischen Angaben mindestens ein Mensch getötet worden. In der Region Kyjiw wurde demnach ein 50-jähriger Mann getötet, wie Gouverneur Mykola Kalaschnyk auf Telegram mitteilte. Außerdem seien zwei Tankstellen beschädigt worden.
In der südukrainischen Region Odessa wurde nach ukrainischen Angaben eine Anlage der Energieinfrastruktur beschädigt. Im Schwarzmeerhafen Tschornomorsk habe eine Drohne ein mehrstöckiges Wohngebäude getroffen, wie Gouverneur Oleh Kiper mitteilte. Angaben zu möglichen Verletzten lagen zunächst nicht vor.

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Russische und ukrainische Truppen dringen bei Kostjantyniwka vor 

Ukrainische Truppen haben im Süden der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk Gelände zurückerobert. Wie das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebericht meldet, sind ukrainische Einheiten in das Zentrum des südlich gelegenen Iwanopillja vorgedrungen. Russische Truppen haben hingegen östlich von Kostjantyniwka die Orte Predtetschyne und Stupotschki unter ihre Kontrolle gebracht.

Ebenfalls in der Region Donezk sind russische Truppen laut ISW östlich von Lyman mehrere Kilometer weit vorgerückt. Den Angaben zufolge haben die Angreifer dabei Saritschne, Torske und weitere Orte vollständig eingenommen.

Lesen Sie hier mehr zur aktuellen Lage an der Front:

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Tausende Gebäude in Kyjiw nach Luftangriffen ohne Heizung

In der ukrainischen Hauptstadt haben russische Luftangriffe auf das Energiesystem zu großflächigen Ausfällen der Wärme- und Wasserversorgung geführt. Fast 6.000 Wohnhochhäuser in Kyjiw seien ohne Strom, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Am östlichen Dnipro-Ufer sei die Wasserversorgung unterbrochen, was etwa die Hälfte der Stadt betrifft.

Beim Großteil der von dem Heizungsausfall betroffenen Gebäude handelt es sich den Angaben nach um Häuser, deren Zugang zu Wärme bereits bei einem schweren Luftangriff am 9. Januar unterbrochen und erst vor wenigen Tagen wiederhergestellt worden ist. Auf der Ostseite Kyjiws kommt es Klitschko zufolge auch zu Unterbrechungen der Stromversorgung.

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Laut Warnungen der ukrainischen Luftwaffe aus der Nacht soll Kyjiw nicht nur mit Drohnen, sondern auch mit ballistischen Raketen beschossen worden sein, die besonders schwer abzuwehren sind. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt geklagt, für einige Raketenabwehrsysteme fehlten seinem Land die Flugkörper, sodass sie die Attacken auf die Energieversorgung nicht abwehren könnten. Zur Zahl der von Russland heute Nacht eingesetzten Drohnen und Raketen äußerte sich das ukrainische Militär am frühen Morgen noch nicht.

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Ukrainischer Außenminister wirft Russland Barbarei vor

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat dazu aufgerufen, sein Land stärker mit Flugabwehrsystemen und Stromexporten zu unterstützen. Angesichts der "barbarischen" Luftangriffe Russlands auf das Energiesystem der Ukraine sei die Hilfe "dringend notwendig", schrieb Sybiha auf X

Der Angriff auf Kyjiw und weitere Städte, der zu Ausfällen der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe, sei "ein Weckruf" für Staats- und Regierungschefs, die sich in Davos beim Weltwirtschaftsforum treffen, fügte der Minister hinzu.

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Hunderttausende in Kyjiw ohne Strom

Infolge der nächtlichen Luftangriffe auf das ukrainische Energienetz haben in der Hauptstadt nach Angaben der Energieholding DTEK 335.000 Menschen den Stromzugang verloren. Inzwischen könne die Hälfte der betroffenen Haushalte wieder versorgt werden, teilte DTEK auf Telegram mit. 173.000 Menschen seien weiterhin von dem Ausfall betroffen.

Bei dem Verlust der Stromversorgung handelt es sich um außerplanmäßige Ausfälle. Weil die ukrainische Hauptstadt derzeit nur mit etwa der Hälfte des benötigten Stroms versorgt werden kann, wird der Strom nach einem von den Behörden erstellten Zeitplan an- und abgeschaltet. Privathaushalte haben daher ohnehin nur für wenige Stunden am Tag Strom.

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Ukraine meldet Abwehr von 14 ballistischen Raketen

Russland hat in der Nacht nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 339 Drohnen, 18 ballistische Raketen und 16 Marschflugkörper eingesetzt. Die Militärführung in Kyjiw teilte mit, 315 Drohnen, 14 ballistische Raketen und 13 Marschflugkörper seien abgewehrt worden.

Unter den eingesetzten Waffen sei auch ein Zirkon-Flugkörper gewesen, teilte das Militär weiter mit. Die russische Hyperschallwaffe konnte demnach nicht abgewehrt werden. Wo sie eingeschlagen ist, geht aus den Angaben nicht hervor. Von Angriffen waren demnach vor allem Kraftwerke und Umspannwerke in Kyjiw, Odessa und sechs weiteren ukrainischen Regionen betroffen.

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Ukrainische Delegation spricht in Davos mit den USA

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos, das heute mit ersten inhaltlichen Programmpunkten beginnt, sollen Gespräche zwischen der Ukraine und den USA über einen gemeinsamen Friedensplan weitergehen. Das hatte die ukrainische Delegation am Sonntag angekündigt, die sich zuvor in Miami zwei Tage mit US-Verhandlern beraten hatte. Zu einer Einigung über Sicherheitsgarantien und einen Wiederaufbauplan war es dabei nicht gekommen.

Die Ukraine hatte ursprünglich angestrebt, vor Beginn des Weltwirtschaftsforums eine Einigung zu erzielen und in Davos konkrete Vereinbarungen zu unterzeichnen. Parallel sprechen die US-Verhandler in Davos auch mit Vertretern Russlands.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos können Sie in unserem Liveblog dazu verfolgen.

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UN-Menschenrechtsbeauftragter Volker Türk verurteilt russische Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur

Der Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen, Volker Türk, sagte, dass er über die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine empört sei. Das teilte er in einer Erklärung mit, die bei einer Pressekonferenz in Genf von einem Sprecher vorgelesen wurde.

Türk zufolge war die Heizungsversorgung für Hunderttausende Familien unterbrochen. "Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieser Angriffe. Sie können nur als grausam bezeichnet werden. Sie müssen aufhören“, sagte er. Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur seien ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Kriegsführung.

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Stromversorgung von Atomkraftwerken durch Angriffe beschädigt

Angesichts der russischen Angriffe auf das ukrainische Energienetz hängt die Stromversorgung der Ukraine inzwischen besonders stark von den Atomkraftwerken des Landes ab. Nun haben russische Streitkräfte wichtige Umspannwerke in der Ukraine beschädigt. Diese Anlagen verteilen den Strom im Netz und sind entscheidend, um Atomkraftwerke zuverlässig mit Energie zu versorgen. Fallen sie aus, steigt das Risiko für Störungen an den Atomanlagen.

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilte mit, dass das ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl am Morgen vollständig von der externen Stromversorgung abgeschnitten war. Auch Stromleitungen zu anderen Kernkraftwerken seien betroffen gewesen. 

Neben Tschernobyl gibt es in der Ukraine drei aktive Atomkraftwerke auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet. Welche genau betroffen waren, wurde nicht bekannt. Das AKW Saporischschja im Süden des Landes ist seit 2022 von Russland besetzt.

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Am Wochenende hatte der ukrainische Militärgeheimdienst HUR explizit vor einem solchen Angriff gewarnt. Demnach sollen russische Truppen im Januar insgesamt zehn strategisch wichtige Einrichtungen ausgespäht haben. Das Ziel eines solchen Angriffs sei, die ukrainischen Atomkraftwerke vom Stromnetz zu trennen, warnte der HUR am Samstag.

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Selenskyj nimmt vorerst nicht an Davos-Treffen teil

Ursprünglich sollte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an dem Weltwirtschaftsforum in Davos teilnehmen. Nun teilte er mit, er sei unter anderem angesichts der russischen Luftangriffe in der Nacht in Kyjiw geblieben: "Natürlich habe ich mich in diesem Fall für die Ukraine entschieden und nicht für das Wirtschaftsforum, aber alles kann sich jederzeit ändern", sagte Selenskyj.

Er werde nur am Weltwirtschaftsforum teilnehmen, wenn Dokumente über Sicherheitsgarantien mit den USA sowie ein Wiederaufbauplan zur Unterzeichnung bereitlägen. Zuvor hatte ein ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, Selenskyj wolle nur nach Davos kommen, wenn er sich dort mit Trump treffen könne. Letzteres habe die US-Regierung vorerst nicht fest zugesagt.

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Nun haben russische Streitkräfte wichtige Umspannwerke in der Ukraine beschädigt. Diese Anlagen verteilen den Strom im Netz und sind entscheidend, um Atomkraftwerke zuverlässig mit Energie zu versorgen. Fallen sie aus, steigt das Risiko für Störungen an den Atomanlagen. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilte mit, dass das ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl am Morgen vollständig von der externen Stromversorgung abgeschnitten war. Auch Stromleitungen zu anderen Kernkraftwerken seien betroffen gewesen. Neben Tschernobyl gibt es in der Ukraine drei aktive Atomkraftwerke auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet. Welche genau betroffen waren, wurde nicht bekannt. 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Das teilte er in einer Erklärung mit, die bei einer Pressekonferenz in Genf von einem Sprecher vorgelesen wurde. Türk zufolge war die Heizungsversorgung für Hunderttausende Familien unterbrochen. "Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieser Angriffe. Sie können nur als grausam bezeichnet werden. Sie müssen aufhören“, sagte er. Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur seien ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Kriegsführung.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-20T10:28:20.000Z","dateModified":"2026-01-20T10:44:20.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Hannah Prasuhn"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Ukrainische Delegation spricht in Davos mit den USA","articleBody":"Ukrainische Delegation spricht in Davos mit den USABeim Weltwirtschaftsforum in Davos, das heute mit ersten inhaltlichen Programmpunkten beginnt, sollen Gespräche zwischen der Ukraine und den USA über einen gemeinsamen Friedensplan weitergehen. Das hatte die ukrainische Delegation am Sonntag angekündigt, die sich zuvor in Miami zwei Tage mit US-Verhandlern beraten hatte. Zu einer Einigung über Sicherheitsgarantien und einen Wiederaufbauplan war es dabei nicht gekommen. Die Ukraine hatte ursprünglich angestrebt, vor Beginn des Weltwirtschaftsforums eine Einigung zu erzielen und in Davos konkrete Vereinbarungen zu unterzeichnen. Parallel sprechen die US-Verhandler in Davos auch mit Vertretern Russlands.Das Weltwirtschaftsforum in Davos können Sie in unserem Liveblog dazu verfolgen.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-20T09:17:03.000Z","dateModified":"2026-01-20T09:27:27.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Ukraine meldet Abwehr von 14 ballistischen Raketen","articleBody":"Ukraine meldet Abwehr von 14 ballistischen RaketenRussland hat in der Nacht nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 339 Drohnen, 18 ballistische Raketen und 16 Marschflugkörper eingesetzt. Die Militärführung in Kyjiw teilte mit, 315 Drohnen, 14 ballistische Raketen und 13 Marschflugkörper seien abgewehrt worden. Unter den eingesetzten Waffen sei auch ein Zirkon-Flugkörper gewesen, teilte das Militär weiter mit. Die russische Hyperschallwaffe konnte demnach nicht abgewehrt werden. Wo sie eingeschlagen ist, geht aus den Angaben nicht hervor. Von Angriffen waren demnach vor allem Kraftwerke und Umspannwerke in Kyjiw, Odessa und sechs weiteren ukrainischen Regionen betroffen.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-20T08:46:55.000Z","dateModified":"2026-01-20T09:21:02.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Hunderttausende in Kyjiw ohne Strom","articleBody":"Hunderttausende in Kyjiw ohne StromInfolge der nächtlichen Luftangriffe auf das ukrainische Energienetz haben in der Hauptstadt nach Angaben der Energieholding DTEK 335.000 Menschen den Stromzugang verloren. Inzwischen könne die Hälfte der betroffenen Haushalte wieder versorgt werden, teilte DTEK auf Telegram mit. 173.000 Menschen seien weiterhin von dem Ausfall betroffen. Bei dem Verlust der Stromversorgung handelt es sich um außerplanmäßige Ausfälle. Weil die ukrainische Hauptstadt derzeit nur mit etwa der Hälfte des benötigten Stroms versorgt werden kann, wird der Strom nach einem von den Behörden erstellten Zeitplan an- und abgeschaltet. Privathaushalte haben daher ohnehin nur für wenige Stunden am Tag Strom.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-20T08:34:01.000Z","dateModified":"2026-01-20T08:38:41.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Russische und ukrainische Truppen dringen bei Kostjantyniwka vor ","articleBody":"Russische und ukrainische Truppen dringen bei Kostjantyniwka vor Ukrainische Truppen haben im Süden der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk Gelände zurückerobert. Wie das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebericht meldet, sind ukrainische Einheiten in das Zentrum des südlich gelegenen Iwanopillja vorgedrungen. Russische Truppen haben hingegen östlich von Kostjantyniwka die Orte Predtetschyne und Stupotschki unter ihre Kontrolle gebracht. Ebenfalls in der Region Donezk sind russische Truppen laut ISW östlich von Lyman mehrere Kilometer weit vorgerückt. Den Angaben zufolge haben die Angreifer dabei Saritschne, Torske und weitere Orte vollständig eingenommen.Lesen Sie hier mehr zur aktuellen Lage an der Front:","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-20T08:00:41.000Z","dateModified":"2026-01-20T08:11:59.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Timo Stukenberg"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[{"@type":"WebPage","url":"https://www.zeit.de/politik/ausland/karte-ukraine-krieg-russland-frontverlauf-truppenbewegungen","headline":"Russlands Streitkräfte rücken kilometerweit in der Region Donezk vor","description":"Russische Truppen haben östlich von Lyman mehrere Orte unter ihre Kontrolle gebracht. 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Angesichts der "barbarischen" Luftangriffe Russlands auf das Energiesystem der Ukraine sei die Hilfe "dringend notwendig", schrieb Sybiha auf X. Der Angriff auf Kyjiw und weitere Städte, der zu Ausfällen der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe, sei "ein Weckruf" für Staats- und Regierungschefs, die sich in Davos beim Weltwirtschaftsforum treffen, fügte der Minister hinzu.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-20T07:42:20.000Z","dateModified":"2026-01-20T08:01:27.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Tausende Gebäude in Kyjiw nach Luftangriffen ohne Heizung","articleBody":"Tausende Gebäude in Kyjiw nach Luftangriffen ohne HeizungIn der ukrainischen Hauptstadt haben russische Luftangriffe auf das Energiesystem zu großflächigen Ausfällen der Wärme- und Wasserversorgung geführt. Fast 6.000 Wohnhochhäuser in Kyjiw seien ohne Strom, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Am östlichen Dnipro-Ufer sei die Wasserversorgung unterbrochen, was etwa die Hälfte der Stadt betrifft. Beim Großteil der von dem Heizungsausfall betroffenen Gebäude handelt es sich den Angaben nach um Häuser, deren Zugang zu Wärme bereits bei einem schweren Luftangriff am 9. Januar unterbrochen und erst vor wenigen Tagen wiederhergestellt worden ist. Auf der Ostseite Kyjiws kommt es Klitschko zufolge auch zu Unterbrechungen der Stromversorgung.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-20T07:21:29.000Z","dateModified":"2026-01-20T08:27:37.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Alexander Eydlin"},"image":[{"@type":"ImageObject","url":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_1024,h_652/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/00kyo6okii56u1fmjalc1c/eoU1zavRcDZHtkAV0ph6/moU2RjM6cDZHtkAVJgVm.jpeg","caption":"Blick auf die Ostseite Kyjiws am 19. Januar","creditText":"Efrem Lukatsky/AP/dpa","uploadDate":"2026-01-20T08:27:34.000Z","thumbnail":{"@type":"ImageObject","contentUrl":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_480,h_306/imageservice://media/organization/5e4f8bc97718b779d70097dc/liveblog/00kyo6okii56u1fmjalc1c/eoU1zavRcDZHtkAV0ph6/moU2RjM6cDZHtkAVJgVm.jpeg"}}],"video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Russische Angriffe treffen offenbar Energieinfrastruktur und Wohngebäude in der Ukraine","articleBody":"Russische Angriffe treffen offenbar Energieinfrastruktur und Wohngebäude in der UkraineBei russischen Angriffen auf die Ukraine ist nach ukrainischen Angaben mindestens ein Mensch getötet worden. In der Region Kyjiw wurde demnach ein 50-jähriger Mann getötet, wie Gouverneur Mykola Kalaschnyk auf Telegram mitteilte. Außerdem seien zwei Tankstellen beschädigt worden.In der südukrainischen Region Odessa wurde nach ukrainischen Angaben eine Anlage der Energieinfrastruktur beschädigt. Im Schwarzmeerhafen Tschornomorsk habe eine Drohne ein mehrstöckiges Wohngebäude getroffen, wie Gouverneur Oleh Kiper mitteilte. Angaben zu möglichen Verletzten lagen zunächst nicht vor.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-01-20T06:51:49.000Z","dateModified":"2026-01-20T07:03:30.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Luis Kumpfmüller"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Russland greift Kyjiw mit Drohnen und Raketen an","articleBody":"Russland greift Kyjiw mit Drohnen und Raketen anRussische Streitkräfte haben einen Drohnen- und Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw gestartet. Mindestens eine Person wurde verletzt, wie lokale Beamte mitteilten.Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf Telegram, dass ein Angriff auf das Ostufer des Dnipro-Flusses ein Gebäude getroffen und eine Person verletzt habe. 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Dieser soll neun ukrainische Kriegsgefangene getötet haben. Die Tat habe sich im russischen Gebiet Kursk ereignet, teilte Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft mit. Der genaue Zeitpunkt der Taten blieb zunächst unklar. "Wir werden jeden russischen Mörder finden, und jeder wird zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Selenskyj weiter. 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Nun teilte er mit, er sei unter anderem angesichts der russischen Luftangriffe in der Nacht in Kyjiw geblieben: "Natürlich habe ich mich in diesem Fall für die Ukraine entschieden und nicht für das Wirtschaftsforum, aber alles kann sich jederzeit ändern", sagte Selenskyj. Er werde nur am Weltwirtschaftsforum teilnehmen, wenn Dokumente über Sicherheitsgarantien mit den USA sowie ein Wiederaufbauplan zur Unterzeichnung bereitlägen. Zuvor hatte ein ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, Selenskyj wolle nur nach Davos kommen, wenn er sich dort mit Trump treffen könne. Letzteres habe die US-Regierung vorerst nicht fest zugesagt.","video":[]}"}“>

Marie N’gouan

Selenskyj nimmt vorerst nicht an Davos-Treffen teil

Ursprünglich sollte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an dem Weltwirtschaftsforum in Davos teilnehmen. Nun teilte er mit, er sei unter anderem angesichts der russischen Luftangriffe in der Nacht in Kyjiw geblieben: „Natürlich habe ich mich in diesem Fall für die Ukraine entschieden und nicht für das Wirtschaftsforum, aber alles kann sich jederzeit ändern“, sagte Selenskyj.

Er werde nur am Weltwirtschaftsforum teilnehmen, wenn Dokumente über Sicherheitsgarantien mit den USA sowie ein Wiederaufbauplan zur Unterzeichnung bereitlägen. Zuvor hatte ein ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, Selenskyj wolle nur nach Davos kommen, wenn er sich dort mit Trump treffen könne. Letzteres habe die US-Regierung vorerst nicht fest zugesagt.

Alena Kammer

Stromversorgung von Atomkraftwerken durch Angriffe beschädigt

Angesichts der russischen Angriffe auf das ukrainische Energienetz hängt die Stromversorgung der Ukraine inzwischen besonders stark von den Atomkraftwerken des Landes ab. Nun haben russische Streitkräfte wichtige Umspannwerke in der Ukraine beschädigt. Diese Anlagen verteilen den Strom im Netz und sind entscheidend, um Atomkraftwerke zuverlässig mit Energie zu versorgen. Fallen sie aus, steigt das Risiko für Störungen an den Atomanlagen.

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilte mit, dass das ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl am Morgen vollständig von der externen Stromversorgung abgeschnitten war. Auch Stromleitungen zu anderen Kernkraftwerken seien betroffen gewesen. 

Neben Tschernobyl gibt es in der Ukraine drei aktive Atomkraftwerke auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet. Welche genau betroffen waren, wurde nicht bekannt. Das AKW Saporischschja im Süden des Landes ist seit 2022 von Russland besetzt.

„Die IAEA verfolgt die Entwicklungen aufmerksam, um die Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit zu bewerten.“

Rafael Grossi, IAEA-Chef

Am Wochenende hatte der ukrainische Militärgeheimdienst HUR explizit vor einem solchen Angriff gewarnt. Demnach sollen russische Truppen im Januar insgesamt zehn strategisch wichtige Einrichtungen ausgespäht haben. Das Ziel eines solchen Angriffs sei, die ukrainischen Atomkraftwerke vom Stromnetz zu trennen, warnte der HUR am Samstag.
Der Sicherheitsbehälter schließt die Strahlung aus den Überresten des Reaktors 4 des ehemaligen Kernkraftwerks Tschernobyl ein. Tetiana Dzhafarova/AFP/Getty Images

Hannah Prasuhn

UN-Menschenrechtsbeauftragter Volker Türk verurteilt russische Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur

Der Menschenrechtsbeauftragte der Vereinten Nationen, Volker Türk, sagte, dass er über die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine empört sei. Das teilte er in einer Erklärung mit, die bei einer Pressekonferenz in Genf von einem Sprecher vorgelesen wurde.

Türk zufolge war die Heizungsversorgung für Hunderttausende Familien unterbrochen. „Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieser Angriffe. Sie können nur als grausam bezeichnet werden. Sie müssen aufhören“, sagte er. Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur seien ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Kriegsführung.

Alexander Eydlin

Ukrainische Delegation spricht in Davos mit den USA

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos, das heute mit ersten inhaltlichen Programmpunkten beginnt, sollen Gespräche zwischen der Ukraine und den USA über einen gemeinsamen Friedensplan weitergehen. Das hatte die ukrainische Delegation am Sonntag angekündigt, die sich zuvor in Miami zwei Tage mit US-Verhandlern beraten hatte. Zu einer Einigung über Sicherheitsgarantien und einen Wiederaufbauplan war es dabei nicht gekommen.

Die Ukraine hatte ursprünglich angestrebt, vor Beginn des Weltwirtschaftsforums eine Einigung zu erzielen und in Davos konkrete Vereinbarungen zu unterzeichnen. Parallel sprechen die US-Verhandler in Davos auch mit Vertretern Russlands.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos können Sie in unserem Liveblog dazu verfolgen.

Alexander Eydlin

Ukraine meldet Abwehr von 14 ballistischen Raketen

Russland hat in der Nacht nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 339 Drohnen, 18 ballistische Raketen und 16 Marschflugkörper eingesetzt. Die Militärführung in Kyjiw teilte mit, 315 Drohnen, 14 ballistische Raketen und 13 Marschflugkörper seien abgewehrt worden.

Unter den eingesetzten Waffen sei auch ein Zirkon-Flugkörper gewesen, teilte das Militär weiter mit. Die russische Hyperschallwaffe konnte demnach nicht abgewehrt werden. Wo sie eingeschlagen ist, geht aus den Angaben nicht hervor. Von Angriffen waren demnach vor allem Kraftwerke und Umspannwerke in Kyjiw, Odessa und sechs weiteren ukrainischen Regionen betroffen.

Alexander Eydlin

Hunderttausende in Kyjiw ohne Strom

Infolge der nächtlichen Luftangriffe auf das ukrainische Energienetz haben in der Hauptstadt nach Angaben der Energieholding DTEK 335.000 Menschen den Stromzugang verloren. Inzwischen könne die Hälfte der betroffenen Haushalte wieder versorgt werden, teilte DTEK auf Telegram mit. 173.000 Menschen seien weiterhin von dem Ausfall betroffen.

Bei dem Verlust der Stromversorgung handelt es sich um außerplanmäßige Ausfälle. Weil die ukrainische Hauptstadt derzeit nur mit etwa der Hälfte des benötigten Stroms versorgt werden kann, wird der Strom nach einem von den Behörden erstellten Zeitplan an- und abgeschaltet. Privathaushalte haben daher ohnehin nur für wenige Stunden am Tag Strom.

Timo Stukenberg

Russische und ukrainische Truppen dringen bei Kostjantyniwka vor 

Ukrainische Truppen haben im Süden der strategisch wichtigen Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk Gelände zurückerobert. Wie das Institute for the Study of War (ISW) in seinem täglichen Lagebericht meldet, sind ukrainische Einheiten in das Zentrum des südlich gelegenen Iwanopillja vorgedrungen. Russische Truppen haben hingegen östlich von Kostjantyniwka die Orte Predtetschyne und Stupotschki unter ihre Kontrolle gebracht.

Ebenfalls in der Region Donezk sind russische Truppen laut ISW östlich von Lyman mehrere Kilometer weit vorgerückt. Den Angaben zufolge haben die Angreifer dabei Saritschne, Torske und weitere Orte vollständig eingenommen.

Lesen Sie hier mehr zur aktuellen Lage an der Front:

Alexander Eydlin

Ukrainischer Außenminister wirft Russland Barbarei vor

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat dazu aufgerufen, sein Land stärker mit Flugabwehrsystemen und Stromexporten zu unterstützen. Angesichts der „barbarischen“ Luftangriffe Russlands auf das Energiesystem der Ukraine sei die Hilfe „dringend notwendig“, schrieb Sybiha auf X

Der Angriff auf Kyjiw und weitere Städte, der zu Ausfällen der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe, sei „ein Weckruf“ für Staats- und Regierungschefs, die sich in Davos beim Weltwirtschaftsforum treffen, fügte der Minister hinzu.

Alexander Eydlin

Tausende Gebäude in Kyjiw nach Luftangriffen ohne Heizung

In der ukrainischen Hauptstadt haben russische Luftangriffe auf das Energiesystem zu großflächigen Ausfällen der Wärme- und Wasserversorgung geführt. Fast 6.000 Wohnhochhäuser in Kyjiw seien ohne Strom, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Am östlichen Dnipro-Ufer sei die Wasserversorgung unterbrochen, was etwa die Hälfte der Stadt betrifft.

Beim Großteil der von dem Heizungsausfall betroffenen Gebäude handelt es sich den Angaben nach um Häuser, deren Zugang zu Wärme bereits bei einem schweren Luftangriff am 9. Januar unterbrochen und erst vor wenigen Tagen wiederhergestellt worden ist. Auf der Ostseite Kyjiws kommt es Klitschko zufolge auch zu Unterbrechungen der Stromversorgung.

Blick auf die Ostseite Kyjiws am 19. Januar. Efrem Lukatsky/AP/dpa
Laut Warnungen der ukrainischen Luftwaffe aus der Nacht soll Kyjiw nicht nur mit Drohnen, sondern auch mit ballistischen Raketen beschossen worden sein, die besonders schwer abzuwehren sind. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt geklagt, für einige Raketenabwehrsysteme fehlten seinem Land die Flugkörper, sodass sie die Attacken auf die Energieversorgung nicht abwehren könnten. Zur Zahl der von Russland heute Nacht eingesetzten Drohnen und Raketen äußerte sich das ukrainische Militär am frühen Morgen noch nicht.

Luis Kumpfmüller

Russische Angriffe treffen offenbar Energieinfrastruktur und Wohngebäude in der Ukraine

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine ist nach ukrainischen Angaben mindestens ein Mensch getötet worden. In der Region Kyjiw wurde demnach ein 50-jähriger Mann getötet, wie Gouverneur Mykola Kalaschnyk auf Telegram mitteilte. Außerdem seien zwei Tankstellen beschädigt worden.
In der südukrainischen Region Odessa wurde nach ukrainischen Angaben eine Anlage der Energieinfrastruktur beschädigt. Im Schwarzmeerhafen Tschornomorsk habe eine Drohne ein mehrstöckiges Wohngebäude getroffen, wie Gouverneur Oleh Kiper mitteilte. Angaben zu möglichen Verletzten lagen zunächst nicht vor.

Sophia Boddenberg

Russland greift Kyjiw mit Drohnen und Raketen an

Russische Streitkräfte haben einen Drohnen- und Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw gestartet. Mindestens eine Person wurde verletzt, wie lokale Beamte mitteilten.

Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf Telegram, dass ein Angriff auf das Ostufer des Dnipro-Flusses ein Gebäude getroffen und eine Person verletzt habe. Drohnenfragmente seien in einem Gebiet niedergegangen und die Stromversorgung sei unterbrochen worden. 

Eine Frau mit ihrem Kind in einem Luftschutzraum in Kyjiw. Valentyn Ogirenko/Reuters
Tymur Tkatschenko, Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, sagte, ein Lagerbereich sei beschädigt und mehrere Autos in Brand gesetzt worden.

Marlena Wessollek

Selenskyj meldet Festnahme von mutmaßlichem russischen Mörder

Der Geheimdienst der Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen mutmaßlichen russischen Mörder gefangen genommen. Dieser soll neun ukrainische Kriegsgefangene getötet haben. Die Tat habe sich im russischen Gebiet Kursk ereignet, teilte Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft mit. Der genaue Zeitpunkt der Taten blieb zunächst unklar. „Wir werden jeden russischen Mörder finden, und jeder wird zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Selenskyj weiter. Die Vorwürfe ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Marlena Wessollek

Selenskyj kündigt neues Luftverteidigungssystem an

Die ukrainischen Streitkräfte führen nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ein neues Luftverteidigungssystem ein, um ihr bestehendes System zu transformieren. Dieses bestehe aus kleinen Gruppen, die Abfangdrohnen einsetzten, während sich die Ukraine auf neue massive russische Angriffe vorbereite, sagte Selenskyj.

Angesichts einer Reihe russischer Angriffe und damit verbundenen Strom- und Heizungsausfällen für Tausende Ukrainerinnen und Ukrainer hatte Selenskyj wiederholt eine Verstärkung der Luftabwehr gefordert sowie stärkere Unterstützung durch die westlichen Verbündeten der Ukraine.

Anna-Lena Schlitt

Ukraine meldet Tote bei russischem Angriff auf Charkiw 

Russland hat ukrainischen Angaben zufolge die ostukrainische Großstadt Charkiw mit Gleitbomben angegriffen. Bei dem Angriff sei mindestens eine Frau getötet worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. Elf Menschen seien verletzt worden.

Russische Flugzeuge hätten am Nachmittag drei Gleitbomben abgeworfen, schrieb Synjehubow. Diese seien in einem Viertel mit Einfamilienhäusern eingeschlagen. 

Bei den Gleitbombengriffen bleiben die russischen Jets im eigenen Luftraum, die Bomben gleiten kilometerweit bis zum Ziel. Charkiw liegt nur gut 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. 

Marie N’gouan

Energieversorgung in der Ukraine steht wohl kurz vor Kollaps

Die fortgesetzten russischen Angriffe auf die Ukraine haben die Infrastruktur und Energieversorgung des Landes in die Nähe „eines Kollaps“ gebracht. Das teilte das ‍Auswärtige Amt in Berlin mit. Das Außenministerium ​habe noch einmal 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe ‌zur Verfügung gestellt, sagte ein Sprecher. Die Menschen litten unter extremer Kälte und den russischen Angriffen auf die ⁠Energieinfrastruktur.

Man unterstütze Bargeldhilfen für Menschen in ​Gebieten nahe der Front zur Anschaffung der nötigsten Güter, von Notstromaggregaten für Schutzräume, Heizsystemen, Kleidung und Decken. Man schaue, was noch an Schritten möglich sei. Das Entwicklungsministerium verweist ⁠auf ein Winterhilfe-Unterstützungspaket über 50 Millionen Euro, das man geschnürt habe. 

AKWAndrijAtomenergieAtomkraftwerkAtomkraftwerkeAuslandAußenministeriumAutosBeamteBehördenBerlinCharkiwDniproDonezkdpaDreiDrohnenEnergieEnergieversorgungEuroFamilienFestnahmeFlugzeugeGenfGrenzeHäuserHaushalteHeizungInfrastrukturJetsKindKleidungKlitschkoKraftwerkeKriegKrieg in der UkraineKriegsgefangeneKurzLuftraumLuftwaffeMANMannMarschflugkörperMiamiMilitärNOdessaRafaelRaketenRaketenangriffRegierungRusslandSaporischschjaSelenskyjSicherheitSoftwareStädteStarkStromTAGTankstellenTelegramToteTrumpTschernobylUkraineUSUSAVitaliVitali KlitschkoVolkerWaffenWärmeWasserversorgungWeilWeltwirtschaftsforumWolodymyrWolodymyr SelenskyjXZeit