Auf einmal waren da Drohnen. Mehrere unbemannte Flugobjekte kreisten an einem Donnerstagabend im September vergangenen Jahres über dem Universitätsklinikum in Kiel. Bis heute weiß Vorstandschef Jens Scholz nicht, woher sie kamen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie wichtige Einrichtungen ausspionieren oder zumindest die Bevölkerung verunsichern sollten. Auch über einem Kraftwerk und einer U-Boot-Werft wurden an diesem Abend Drohnen gesichtet.
Phase eins nennt man das bei der Bundeswehr, diesen Graubereich zwischen Frieden und Krieg. Es wird noch nicht gekämpft, das Leben läuft normal weiter. Doch Drohnen tauchen am Himmel auf, Bahngleise werden sabotiert, Postpakete gehen in Flammen auf. „Wir sind mittendrin in Phase eins“, sagt Scholz.