Konjunktur: Der Mittelstand kommt nicht in Schwung

Die Hoffnung auf einen schnellen und spürbaren Aufschwung für die deutsche Wirtschaft erhält einen weiteren Dämpfer. Denn auch im vergangenen Monat ging es für den Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft also, so gut wie gar nicht voran. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um lediglich 0,4 Prozent gestiegen, zum Vormonat betrug der Zuwachs saison- und kalenderbereinigt 1,2 Prozent. Das zeigt der Datev-Mittelstandsindex für den Monat März, den die F.A.Z. exklusiv veröffentlicht. Insgesamt entwickelte sich der nominale Umsatz damit leicht positiv, ohne jedoch deutlich an Tempo zu gewinnen.

Der Datev-Vorstandsvorsitzende Robert Mayr kommentierte: „Die Umsatzgewinne im Februar fallen insgesamt verhalten aus, viele Kleinstunternehmen profitieren kaum.“ Im Zusammenhang der neuen Unsicherheiten bei Energiepreisen und geopolitischen Entwicklungen im Zuge des Iran-Kriegs bleibe es entscheidend, den Mittelstand jetzt gezielt zu stärken, ergänzte Mayr. Die Zahlen zeigen zudem, dass die Löhne im Vorjahresvergleich kräftig gestiegen sind.

Der Kostendruck auf die Unternehmen steigt dadurch. Vor allem die Kleinstunternehmen entwickeln sich unter diesen Vorzeichen schon länger sehr schlecht.

Der Index für die Beschäftigung ging leicht zurück. Der Datev-Mittelstandsindex gibt schneller als die offiziellen Statistiken Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung anhand harter Daten zum Umsatz oder zur Beschäftigung in den Unternehmen. Datev, der Dienstleister für die steuerberatenden Berufe mit Sitz in Nürnberg, greift dafür anonymisiert auf Umsatzsteuervoranmeldungen von mehr als einer Million Unternehmen und auf Lohn- und Gehaltsabrechnungen von mehr als acht Millionen Arbeitnehmern hierzulande zurück.

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