Der Iran ist nach Angaben des ranghohen Regimevertreters Ali Laridschani zu Gesprächen mit den USA bereit. In einem Posting auf X schrieb der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Laridschani, laut Übersetzung, dass entgegen der „künstlich geschürten Kriegsrhetorik“ der Medien „Vorbereitungen für Verhandlungen“ voranschreiten würden.
Laridschani hatte am Samstag Katars Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani getroffen. Dieser unterstützt nach katarischen Angaben „alle Bemühungen zum Abbau der Spannungen in der Region“.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian wiederum telefonierte mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sissi. Darin sagte er nach Angaben seines Präsidialamts, der Iran habe „niemals einen Krieg angestrebt“ und strebe weiterhin keinen Krieg an. Der Iran sei „fest davon überzeugt, dass ein Krieg weder im Interesse des Iran noch der USA noch der Region“ sei.
Trump fordert Ende des Atomprogramms
Eine Reporterin des US-Senders Fox News zitierte unterdessen US-Präsident Donald Trump mit den Worten, die iranische Seite würde „verhandeln, also werden wir sehen, was passiert“. Trump hatte zuletzt den Druck auf das iranische Regime mit neuen Drohungen verstärkt. Es seien weitere Kriegsschiffe in Richtung des Iran unterwegs – „und hoffentlich werden wir einen Deal machen“, sagte der Präsident. Dabei soll es unter anderem um eine Einstellung des umstrittenen iranischen Atomprogramms und um eine Begrenzung der Entwicklung ballistischer Raketen gehen. „Wenn es keinen Deal gibt – mal sehen, was dann passiert“, fügte Trump hinzu.
Der US-Präsident hatte dem Iran mehrfach mit Militärschlägen gedroht, auch im Zusammenhang mit der gewaltsamen Niederschlagung der jüngsten Proteste. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi teilte am Freitag mit, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für Krieg bereit. Verteidigungsstrategien und Raketensysteme würden niemals Gegenstand von Verhandlungen sein. Am Samstag wurde die iranische Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzt.