Aus dem Museum für Völkerkunde in Dresden hat der Freistaat Sachsen die Überreste von sechs Menschen aus der Kolonialzeit an Australien zurückgegeben. Im Leipziger Grassi-Museum für Völkerkunde wurde eine feierliche Zeremonie abgehalten, wie das Sächsische Kulturministerium mitteilte. Daran nahmen unter anderem der australische Botschafter Philip Green und Vertreter indigener Gemeinschaften Australiens teil.
Vor über 120 Jahren waren die Überreste in den Besitz der Staatlichen Ethnografischen Sammlungen Sachsens gekommen. Sie stammen nach Museumsangaben aus Grabplünderungen und von Opfern gewaltsamer Auseinandersetzung während der Kolonialzeit. Aus der Ethnografischen Sammlung hatte der Freistaat bereits 2019 die Überreste von 83 Menschen zurückgegeben.
Barbara Klepsch (CDU), Kulturstaatsministerin Sachsens, sagte, der Freistaat bekenne sich „zu Humanität und Respekt gegenüber den Menschen und ihren Kulturen“. Dass Verstorbene als Sammlungsobjekte in Museen verwahrt wurden, berühre und beschäme.
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