Klimawandel und Kapitalismus: „Niemand sagt: Ich zerstöre den Planeten, weil ich Lust dazu habe“

Wir leben in Zeiten, die uns einiges Kopfzerbrechen bereiten. Deshalb fragen wir in dieser Serie, was interessante Köpfe gegenwärtig bedenkenswert finden. Heute antwortet Alyssa Battistoni, die Politikwissenschaften am Barnard College in New York lehrt und über Klimapolitik nachdenkt.

DIE ZEIT: Der aktuelle Stand der Dinge lautet: Dem Planeten geht es weiterhin miserabel, als wüssten wir das nicht längst ziemlich genau. Warum machen wir trotzdem weiter wie bisher?

Alyssa Battistoni: Das ist die große Frage. Lange haben wir uns eingeredet, dass man Leuten nur bewusst machen müsste, wie viel Grad Erderwärmung uns erwarten, wie viele Arten da sterben, dass wir auf eine Klippe zurasen, und dann würden wir schon einlenken. Aus meiner Sicht ist das völlig unzureichend. Wir können alle Fakten kennen und trotzdem immer so weiter machen. Nein, das Problem liegt darin, wie unsere Welt organisiert ist: durch den Kapitalismus.

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