Kilmar Ábrego García: Widerrechtlich abgeschobener Einwanderer will in USA Asyl vorschlagen

Um seine Abschiebung nach Uganda zu verhindern, will der bereits einmal widerrechtlich abgeschobene Kilmar Ábrego García in den USA Asyl
beantragen. Das teilten seine Anwälte einem US-Bundesgericht
mit. Der 30-Jährige war am Montag von der
Einwanderungsbehörde ICE in Baltimore festgenommen worden, um ihn nach Uganda abzuschieben.

Der Fall beschäftigt die Vereinigten Staaten besonders, auch wenn es viele umstrittene Abschiebungen gibt: Ábrego García ist zum Gesicht von Trumps
strenger Einwanderungspolitik geworden, weil er im März in ein berüchtigtes Gefängnis in El Salvador abgeschoben worden war. Die
Abschiebung verstieß jedoch gegen die Anordnung des Einwanderungsgerichts
von 2019. Seine Frau reichte Klage ein. Auf Anordnung des Obersten
Gerichtshofs der USA wurde der Mann im Juni in die USA zurückgebracht. 

In den USA wurde Ábrego García dann wegen Menschenschmuggels angeklagt, er weist die Vorwürfe zurück. Seine Anwälte argumentierten, ihn nach Uganda abschieben zu wollen, sei eine Strafe dafür, dass er kein Schuldeingeständnis
abgeben wolle und dafür, dass er sich erfolgreich gegen seine
Abschiebung nach El Salvador zur Wehr gesetzt habe. Dies sei Unrecht.

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