Kiel Institut zum Besten von Weltwirtschaft: US-Amerikaner zahlen selbst zum Besten von Zölle

Die
US-Strafzölle belasten nicht die ausländischen Exporteure, sondern die
amerikanische Wirtschaft selbst. Die Kosten tragen fast vollständig Importeure und Verbraucher in den USA, zeigt eine Studie des Kiel Instituts für
Weltwirtschaft (IfW Kiel)

Die Wirtschaftsforscher analysierten mehr als 25
Millionen Lieferdatensätze mit einem Gesamtwert von fast vier Billionen
US-Dollar an US-Importen. Dabei seien die Ergebnisse eindeutig: Die US-Zolleinnahmen stiegen im vergangenen Jahr um
rund 200 Milliarden US-Dollar. Doch nur etwa vier Prozent der Zolllast trugen
ausländische Exporteure, während 96 Prozent an US-Käufer weitergegeben wurden. Gleichzeitig brach das Handelsvolumen ein, ohne dass die Exportpreise sanken.

„Die Zölle
sind ein Eigentor“, sagt Julian Hinz, Forschungsdirektor am IfW und Mitautor
der Studie. „Die Behauptung, dass ausländische Staaten diese Zölle tragen, ist
ein Mythos.“ Die Zölle verteuerten importierte Waren wie eine Konsumsteuer und
verringerten zugleich Vielfalt und Menge der verfügbaren Güter. 

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