Das US-KI-Unternehmen Anthropic hat eine neue Finanzierungsrunde über 30 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.
Das US-KI-Unternehmen Anthropic hat eine neue Finanzierungsrunde über 30 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Das Startup ist jetzt 380 Milliarden Dollar wert, gehört damit zu den wertvollsten privaten Techfirmen weltweit.
Was Anthropic ist
Anthropic wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet und große KI-Modelle sowie den Chatbot Claude. Das Unternehmen positioniert sich vor allem im Enterprise-Segment und im Bereich KI-gestütztes Programmieren. Kunden sind sowohl Startups als auch Großkonzerne – laut Firma nutzen inzwischen acht der zehn größten Fortune-500-Unternehmen die Technologie.
Wer investiert hat
Die Runde wurde angeführt von den Investmentfirmen GIC und Coatue. Zu den Co-Leads zählen: D. E. Shaw Ventures, Dragoneer, Peter Thiels Founders Fund, ICONIQ und MGX.
Insgesamt beteiligte sich eine regelrechte Crème de la Crème der globalen Investorenlandschaft, darunter: General Catalyst, Lightspeed und Accel. Zudem enthält die Runde Anteile aus bereits angekündigten Investments von Microsoft und Nvidia.
Zentrale Umsatz- und Wachstumszahlen
Anthropic hat erst vor weniger als drei Jahren die ersten Umsätze erzielt. Seitdem wächst das Geschäft extrem schnell:
- 14 Milliarden Dollar Umsatz auf Run-Rate-Basis
- mehr als 10-faches Wachstum pro Jahr in den vergangenen drei Jahren
- Zahl der Kunden mit über 100.000 Dollar Jahresumsatz: in einem Jahr um das 7-Fache gestiegen
- Kunden mit über 1 Million Dollar Jahresumsatz: von etwa einem Dutzend auf über 500 gestiegen
Besonders dynamisch wächst das Programmier-Produkt Claude Code:
- 2,5 Milliarden Dollar Run-Rate-Umsatz
- Umsatz hat sich seit Anfang 2026 mehr als verdoppelt
- Wöchentliche Nutzerzahlen ebenfalls verdoppelt
- Rund 4 Prozent aller öffentlichen GitHub-Commits sollen inzwischen von Claude Code stammen
Mit den neuen Milliarden will Anthropic vor allem:
- Forschung an neuen KI-Modellen vorantreiben
- Enterprise-Produkte ausbauen
- Infrastruktur und Rechenleistung erweitern
Claude läuft bereits auf allen drei großen Cloud-Plattformen: AWS, Google Cloud und Microsoft Azure.
Source: businessinsider.de